Management
Japan

Vertrauen und Respekt sind zwei der wichtigsten Aspekte in Geschäftsbeziehungen mit dem ostasiatischen Volk. Wer das verspielt, der darf sich in der Regel keine Hoffnung auf einen zweiten Versuch machen. Auch allzu forsche Wortwahl oder Drängelei schätzen Japaner nicht. Von der Geschäftsanbahnung bis zum Abschluss kann es bisweilen sehr lange dauern, denn in den hierarchisch aufgebauten japanischen Unternehmen müssen viele Personen zustimmen. Dafür erhält der Geduldige am Ende einen verlässlichen Partner. Das verlangt aber auch, die „Sprache“ der Japaner zu verstehen: Nicht jedes „Ja“ bedeutet Zustimmung. Ein klares „Nein“ wird in Japan als unhöflich empfunden, das entsprechende Wort „iie“ findet im täglichen Umgang kaum Anwendung. Ein bisschen Landeskunde und Neugier auf die japanische Kultur können zudem nie schaden – die Japaner sind sehr stolz auf ihr Land. Aber sie sind auch bescheiden in den Erwartungen gegenüber einem „gaijin“, einem Ausländer: Der gekonnte Umgang mit Essstäbchen löst schon Begeisterung aus, ebenso wie ein paar einfache Wörter in ihrer Sprache. Tugenden wie Pünktlichkeit und höfliche Umgangsformen sind aber unerlässlich. Bleibt noch ein Tipp: Bitte nicht im Beisein von Japanern in ein Taschentuch schnäuzen – das finden sie ekelhaft.
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