Jerry Yang
Yangs gescheitertes Comeback

Der Yahoo-Chef hat es beim zweiten Versuch an der Firmenspitze nicht geschafft. Auch Michael Dell muss kämpfen. Bleibt Steve Jobs der einzige erfolgreiche Rückkehrer?

FRANKFURT/MÜNCHEN. Der Abgang ist kläglich fast so wie der Aktienkurs. Traurig und gebeugt steht Jerry Yang da auf der Bühne in San Francisco, bettelt, fleht geradezu um eine neue Übernahmeofferte des Erzfeindes Microsoft. Doch Microsoft-Chef Steve Ballmer schüttelt nur noch mit dem Kopf.

Aus und vorbei. Jerry Yang, Gründer der einstigen Internet-Ikone Yahoo, hat sich verzockt. Es ist gerade mal gut ein halbes Jahr her, da hatte der 40-Jährige selbstbewusst 53 Milliarden Dollar von Microsoft gefordert. Zu viel für Ballmer, der die Übernahme abblies. Nun hinterlässt Yang ein Unternehmen, das auf dem Börsenparkett gerade noch 14 Milliarden Dollar wert ist.

Yang ist der Beweis dafür, dass zurückkehrende Gründer kein Erfolgsrezept sein müssen. Im Juni 2007 hatte er den von ihm selbst geholten Terry Semel abgelöst. Zu groß war im Suchmaschinen- und Werbegeschäft der Verlust gegenüber dem Riesen Google. Yang wollte der Firma wieder jenen Geist früherer Jahre einhauchen.

Als Zehnjähriger war Yang, geboren in Taiwan, zusammen mit seinem Bruder und der Mutter nach San José in Kalifornien übergesiedelt. Sein Faible ist die Mathematik, je komplexer desto besser. Das Stipendium an der Stanford University, es ist nur noch eine Formsache. Dort, in einem muffigen Wohnwagen, beginnt auch die Geschichte von Yahoo. Yang, Japan-Fan, bastelt Webseiten über Sumo-Ringen und sammelt, was es so im weltweiten Web gibt. Daraus wird dann „Jerry's Guide to the World Wide Web“, ein Navigationssystem für den Netzdschungel, entwickelt zusammen mit seinem Kommilitonen David Filo.

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