Johan Lundgren

Früherer Tui-Manager wird neuer Chef bei Easyjet

Seit dem Sommer hatte Easyjet einen neuen Chef gesucht. Jetzt ist der Billigflieger fündig geworden: Der frühere Tui-Manager Johan Lundgren übernimmt den Posten am 1. Dezember. Auf den Schweden warten große Aufgaben.
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Der Schwede tritt seinen neuen Posten bei Easyjet am 1. Dezember an und löst damit Carolyn McCall ab. Quelle: TUI
Johan Lundgren

Der Schwede tritt seinen neuen Posten bei Easyjet am 1. Dezember an und löst damit Carolyn McCall ab.

(Foto: TUI)

LondonDer langjährige Tui-Manager Johan Lundgren wird neuer Chef beim britischen Billigflieger Easyjet. Der Schwede tritt seinen neuen Posten am 1. Dezember an und löst damit Carolyn McCall ab, wie Easyjet am Freitag mitteilte.

McCall leitet die Airline seit 2010 und wechselt am Jahresende als Chefin zum britischen Privatsender ITV. Lundgren hat über 30 Jahre Erfahrung in der Reisebranche und arbeitete zwölf Jahre bei der Tui-Gruppe, die er 2015 als stellvertretender Konzernchef verließ.

Eine der wichtigsten Aufgaben für Lundgren dürfte es sein, Easyjet sicher durch den EU-Ausstieg Großbritanniens zu führen. Die Airline plant außerhalb ihres Heimatlandes ein zweites Standbein in Österreich, um nach dem Brexit den Flugbetrieb innerhalb der EU fortsetzen zu können.

Welche Airlines es mit Ryanair aufnehmen könnten
Platz 10: Flybe
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt informiert im „Low Cost Monitor“ zweimal jährlich über die aktuellen Entwicklungen im Billig-Segment der Flugbranche. Das ist insofern wichtig, als die Billigflieger inzwischen monatlich Hunderttausende, manche sogar eine siebenstellige Anzahl an Passagieren befördern. So bot die britische Fluggesellschaft Flybe allein im vergangenen Juli 315.113 Sitze an. Im Vergleich mit den sonstigen Angeboten in Europa reicht das aber gerade so für Rang 10.

Quelle: DLR Low Cost Monitor 2/2017

Platz 9: Aer Lingus
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Die Airline mit dem Kleeblatt ist die nationale Fluglinie Irlands und ist heute eine Tochtergesellschaft der International Airlines Group. Die Geschichte der Air Lingus reicht zurück bis ins Jahr 1936. Damals nahmen die irischen Unternehmer Sean O'Madhaigh und Thomas J. Flynn rund 100.000 Pfund Sterling in die Hand und gründete die „Aer Lingus Teoranta“. Der Flugbetrieb wurde mit einer de Havilland Dragon aufgenommen, die Platz für sechs Personen bot. 81 Jahre später stellen die Iren innerhalb eines Monats ein Sitzplatzkontingent von 328.946.

Platz 8: Jet2
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Erst seit 2003 sind Flieger der britischen Jet2 im Luftverkehr zu erspähen. Flugziele der Airline sind außerhalb der britischen Insel hauptsächlich Urlaubsdestinationen im Mittelmeer sowie einige europäische Städte. In Deutschland werden die Düsseldorf, München und Berlin angeflogen. Im Juli 2017 konnte die junge Airline ein Kontingent von 345.414 Sitze anbieten.

Platz 7: Transavia/Transavia France
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Die Transavia ist ein Billigflieger, der 1966 von einem Belgier und einem Schotten in den Niederlanden gegründet wurde. Die KLM Royal Dutch Airlines erwarb 1991 rund 80 Prozent der Anteile an der Fluglinie. Zwölf Jahre später erfolgte die vollständige Übernahme. Nur ein Jahr später kam dann allerdings der Zusammenschluss von KLM und Air France, weshalb Transavia heute eine Tochtergesellschaft der Air France-KLM ist. Im Jahr 2007 wurde mit der Transavia France eine weitere Tochter gegründet, die sich vom niederländischen Flieger aufgrund derselben Bemalung kaum unterscheiden lässt. Zusammengenommen kommen die beiden Töchter im vergangenen Juli auf 359.149 Sitze.

Platz 6: Wizz Air
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Die einzige osteuropäische Fluglinie in diesem Ranking hat ihren Sitz in Ungarn. Erst seit 2004 unterwegs, ist der Billigflieger mit derzeit 28 Basen die bedeutendste Billigfluggesellschaft in Mittel- und Osteuropa. Das gesetzte Ziel, wie Ryan vor allem Flughäfen in der Nähe von europäischen Großstädten anzufliegen, ging voll auf. Im Juli 2017 lag die Kapazität bei 661.080 Passagieren.

Platz 5: Eurowings/Germanwings
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Im Jahr 1993 entstand die „Eurowings Luftverkehrs AG“ ursprünglich aus dem Zusammenschluss der Nürnberger Flugdienst (NFD) und der Reise- und Industrieflug (RFG). Der Dortmunder Unternehmer Albrecht Knauf hielt zunächst 98,2 Prozent der Anteile. Im Frühjahr 2001 stieg die Lufthansa zunächst mit einem Anteil von 24,9 Prozent ein. Zehn Jahre später erfolgte die komplette Übernahme. Seit 2002 firmiert ein Billigflieger der damaligen Eurowings AG unter dem Namen Germanwings. Dieser wurde schon 2009 vollständig an die Kranich-Airline verkauft. Heute sind die beiden Wings-Flieger weiter eng miteinander verknüpft und kamen im vergangenen Juli zusammen 662.473 Sitzplätze.

Platz 4: Norwegian Air
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Auch in Skandinavien findet sich mit der Norwegian ein erfolgreicher Billigflieger. Im Jahr 1993 als norwegischer Regionalflieger gestartet, wurde die Gesellschaft neun Jahre später auf das Billigflug-Konzept umstrukturiert und hat seither das europäische Geschäft kontinuierlich ausgebaut. Vor drei Jahren wurde in Irland die Tochtergesellschaft Norwegian Air International gegründet. Durch die Standortwahl bekam die Linie Verkehrsrechte der EU, wodurch man Zugriff auf das Open-Skies-Abkommen erhielt, was wiederum die Durchführung von Flügen in die USA ermöglicht. Der Schritt war auch aufgrund eines Rekrutierungsbüros in Singapur, um thailändisches Bordpersonal anzuwerben, nicht unumstritten. Das Konzept der Norweger geht dennoch auf: Im Juli konnten sie ein Kontingent von 775.828 Sitzplätzen stellen.

Easyjet baut zudem seine Präsenz in Deutschland derzeit kräftig aus. Die Fluggesellschaft übernimmt bis zu 25 Flugzeuge der insolventen Air Berlin am Flughafen Tegel. Das Unternehmen will von Januar bis September 2018 schrittweise 1003 Beschäftigte einstellen und sie nach und nach ausbilden. Den Löwenanteil hatte sich die größte deutsche Airline Lufthansa gesichert.

  • rtr
  • dpa
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