Johannes Mohn
Johannes Mohn tritt leise ab

Der einstige Kronprinz bei Bertelsmann will nach 27 Jahren im Konzern privatisieren. Johannes Mohn hält einen kleinen Anteil am Medienriesen.

DÜSSELDORF. Der große Auftritt war die Sache von Johannes Mohn nie: Keine Interviews, keine Schlagzeilen – nur Arbeit. 27 Jahre stand der Sohn aus der ersten Ehe von Reinhard Mohn in den Diensten Bertelsmanns. Nun sagt der 58-Jährige Adieu – ganz leise. Zu seinem Abschied wird es kein rauschendes Fest in der pompösen Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin geben. Das überlässt Johannes Mohn lieber scheidenden Vorstandschefs wie Gunter Thielen.

Der Milliardärssohn Johannes Mohn, der indirekt einen niedrigen einstelligen Anteil an der Bertelsmann AG hält, will künftig nur noch privatisieren. Ein neues Leben außerhalb von Europas größtem Medienkonzern soll beginnen. Der Ausstieg bei Bertelsmann entspreche seiner persönlichen Lebensplanung, sagte ein Sprecher.

Die über 100 000 Mitarbeiter des Medienkonzerns erfuhren die Nachrichten über den einstigen Kronprinzen im Intranet. Dort lobte Vorstandschef Hartmut Ostrowski den Mohn-Sohn über den grünen Klee: „Johannes Mohn war 27 Jahre lang eine wichtige Führungskraft und ein sehr geschätzter Kollege in diesem Unternehmen.“ Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Druck- und Servicetochter Arvato. Johannes Mohn arbeitete zuletzt unter Arvato-Chef Ostrowski.

Nach seinem Studium und einer Station beim Unterhaltungskonzern Philips stieg Johannes Mohn 1982 bei Bertelsmann ein. Er arbeitete in den ersten zehn Jahren beim Schallplatten- und CD-Hersteller Sonopress. Die Gütersloher Tochter von Arvato war die Heimat des Managers. Zuletzt stieg er zum stellvertretenden Geschäftsführer für Sonopress in Gütersloh sowie zum Geschäftsführer der US-Tochter auf.

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