John Mullen
Ein Australier in der Löwengrube

John Mullen soll das US-Expressgeschäft der Deutschen Post schnell beenden.

DÜSSELDORF. Er wäre wohl lieber mit der Familie vor der Heimatküste Australiens segeln und Haie beobachten gegangen. Doch nun sitzt Post-Express-Vorstand John Mullen auf dem Podium vor der Presse, wo Vorstandschef Frank Appel und sein Finanzchef John Allan gerade die Pläne zur Sanierung des US-Expressgeschäfts präsentieren. Einen Kopfhörer im Ohr, lauscht Mullen scheinbar gelassen den Ausführungen des Post-Chefs.

Appel zieht angesichts der Milliardenverluste, die durch die Finanzkrise weiter steigen, die Notbremse. DHL gibt das Expressgeschäft innerhalb der USA Ende Januar kommenden Jahres auf – rund 15 000 Arbeitsplätze fallen weg.

Mullen soll es richten. Sein Traum, eine bessere Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit zu finden, bleibt wohl vorerst ein solcher. Der Haie-Beobachter sei nun in der Löwengrube gelandet, heißt es bei der Post.

Im Spätsommer 2006 hatte Mullens Chef, der damalige Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel, den Australier befördert. Mullen übernahm die alleinige Verantwortung für das weltweite Expressgeschäft der Post-Tochter DHL. Angesichts chronischer Ergebnisschwäche der wohl schwierigste Job, den die Deutsche Post zu vergeben hat. Vorher gab es sogar zwei Vorstände dafür – ohne den erwünschten Erfolg.

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