John Riccitiello
Die Entzauberung des Machers

John Riccitiello findet keine Antwort auf die Krise beim Spiele-Konzern Electronic Arts

DÜSSELDORF. John Riccitiello mag keine halben Sachen. "Swing for the Fences", sagt der Baseball-Fan gerne, wenn man ihn nach seinem Erfolgsrezept fragt. Das heißt: "Geh aufs Ganze, wenn du den Ball auf dem Schläger hast." Schlag ihn über das Spielfeld hinaus.

Genau deshalb hat der kalifornische Spielegigant Electronic Arts (EA) seinen früheren Chef des Tagesgeschäfts Anfang vergangenen Jahres als Chief Executive Officer (CEO) und Krisenmanager zurückgeholt. Doch der Schlagarm des 49-Jährigen scheint müde geworden zu sein. Das im März 2009 endende Geschäftsjahr, das erste, das er vollständig zu verantworten hat, droht zum Desaster zu werden.

Die Wall Street reagierte am Mittwoch mit panikartigen Kursabschlägen von bis zu 13 Prozent auf die Nachricht, dass EA die Gewinnerwartungen spürbar verfehlen wird. Genaue Zahlen gibt es erst im Februar. Aber die Prognosen für das Geschäftsjahr 2009 von 4,9 bis 5,15 Milliarden Dollar Umsatz und einem Jahresergebnis pro Aktie von minus 21 bis plus 7 Cent sind nur noch Makulatur. Das steht fest.

Das Weihnachtsgeschäft ist schlicht enttäuschend, räumt EA ein. Jetzt baut Riccitiello Stellen ab sowie ganze Abteilungen um und stoppt Produktentwicklungen. Dabei hat er bereits im Oktober Entlassungen angekündigt.

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