John Schwarz
Schwarz wird SAP-Vorstand

Es ist vollbracht. Der Software-Anbieter SAP hat seine erste große Übernahme, die französisch-amerikanische Business-Objects (BO), abgeschlossen, zumindest formaljuristisch. Jetzt geht es darum, BO zu integrieren, stets eine nicht ganz einfache Aufgabe. Doch der Mann, der diesen Job übernehmen soll, ist bestens dafür gerüstet. Es ist John Schwarz, der Chief Executive Officer (CEO) von Business-Objects.

FRANKFURT. Er wird künftig neben SAP -Chef Henning Kagermann im Vorstand der SAP sitzen, ein machtvolles Zeichen dafür, welche strategische Bedeutung die SAP dem Neuerwerb beimisst. Dies demonstriert das SAP -Management auch noch an anderer Stelle. Bernard Liautaud, Gründer, langjähriger Chef und heute Verwaltungsratsvorsitzender von BO, soll in das Kontrollgremium der SAP berufen werden.

Ein entsprechender Vorschlag soll der Hauptversammlung im Mai unterbreitet werden. John Schwarz besitzt große Erfahrungen darin, Unternehmen zu fusionieren. Seit seinem Amtsantritt bei Business-Objects im September 2005 hat er eine Reihe von Übernahmen umgesetzt. Unter anderem kaufte und integrierte er die wie BO auf Management-Informations-Systeme (Business-Intelligence) konzentrierten Gesellschaften Cartesis und Firstlogic.

Der für seine kernigen Aussagen bekannte Amerikaner Schwarz kennt sich im IT-Geschäft bestens aus. Seine Karriere begann er bei einer der ersten Adressen der Branche: IBM. In seinen 25 Dienstjahren bei dem amerikanischen Konzern absolvierte er von der Entwicklung über den Vertrieb bis hin zum Marketing diverse Stationen. Später übernahm er die Rolle des Chief Operating Officer (COO) beim Sicherheitsspezialisten Symantec. Schon dort beschäftigte er sich intensiv mit der Kombination zweier Unternehmen, etwa als Symantec den Software-Anbieter Veritas kaufte.

Seinen anschließenden Wechsel zu BO begründete der studierte Betriebswirt und Computer-Wissenschaftler einst so: "Ich wollte schon immer Vorstandsvorsitzender werden." Da BO als eigenständige Einheit weitergeführt wird, dürfte sich daran vorerst kaum etwas ändern.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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