Jürgen Kluge
Ex-McKinsey-Chef soll Stromverband führen

Der ehemalige Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey, Jürgen Kluge, soll Branchenkreisen zufolge Chef des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden. Darauf hätten sich die vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Europe nach Angaben mehrerer mit der Angelegenheit vertrauter Personen verständigt.

HB DÜSSELDORF. „Kluge ist für den Führungsposten im Gespräch“, bestätigte ein Branchenvertreter. Auch das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete vorab, der 54-jährige Unternehmensberater solle in den nächsten Monaten als geschäftsführender Präsident des BDEW installiert werden.

„Kluge würde für einen Neustart stehen“, sagte ein Branchenvertreter Reuters. Er sei ein erstklassiger Manager mit großer unternehmerischer Erfahrung und guten Verbindungen in die Politik. Kluge hatte sich schon als McKinsey-Deutschland-Chef von 1999 bis 2006 häufig in gesellschaftspolitischen Debatten zu Wort gemeldet.

Die Branche ist wegen der Strom- und Gaspreiserhöhungen unter Beschuss geraten. Ihre Begründungen stießen auf taube Ohren. Deshalb wurden Stimmen immer lauter, die mehr Profil des Verbandes fordern. „Da muss ein schlagkräftiger Kopf hin, der politisch erfahren ist“, sagte ein Branchenvertreter.

Auch der für etwa 2020 geplante Ausstieg aus der Atomenergie liegt den Versorgern schwer im Magen. Nach dem Scheitern des Baus eines RWE-Kohlekraftwerks im saarländischen Ensdorf nach Bürgerprotesten fürchten die Unternehmen Blockaden auch für ihre milliardenschweren Pläne für neue konventionelle Kraftwerke.

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