Jürgen Richter über Middelhoff
„Es ist wie in einer Fantasiewelt“

Für den Ex-Manager Thomas Middelhoff wird es eng. Vergleichsgespräche mit der Deutschen Bank sind gescheitert. Für eine Einigung sei es zu spät, meint ein Vertrauter – und kritisiert Middelhoffs Umgang mit dem Problem.
  • 0

DüsseldorfDie Vergleichsgespräche zwischen dem Investor Thomas Middelhoff und der Deutschen Bank sind abgebrochen. „Die Gläubiger haben zunächst still gehalten. Jetzt glauben sie, hingehalten zu werden“, sagt der langjährige Verlagschef Jürgen Richter, der sich in den letzten Monaten um eine Einigung bemüht hat, im Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Nun sagt er auf die Frage, ob er noch etwas für Middelhoff tun könne: „Ich fürchte, dazu ist es zu spät.“

Die Deutsche Bank hat die Privatbank Sal. Oppenheim übernommen, bei der Middelhoff Kunde war. Die Forderungen belaufen sich auf 77 Millionen Euro, denen ein Festgeldkonto über rund 30 Millionen gegenüber steht.

Bei Bertelsmann haben die beiden einst zusammengearbeitet. Nun kritisiert Richter, dass Middelhoff „nicht richtig vergegenwärtigt“, dass er seine Ansprüche an den Immobilienfonds Oppenheim-Esch genau belegen müsse. Die Gespräche seien gut angelaufen, seien im Laufe der Zeit aber immer schwerer geworden, „weil schon bald keine Einigung über Sachverhaltsfragen erzielt werden konnte“.

Richter wörtlich über Middelhoff: „Er schwebt immer noch. Es ist teilweise wie in einer Fantasiewelt. Er sitzt aber knochenharten Leuten gegenüber.“

Hans-Jürgen Jakobs Quelle: dpa
Hans-Jürgen Jakobs
Handelsblatt / Senior Editor

Kommentare zu " Jürgen Richter über Middelhoff: „Es ist wie in einer Fantasiewelt“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%