Jugend-Marketing
Werbeschreiben an junge Bankkunden sind grundsätzlich zulässig

Das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg hat festgestellt, dass Rundschreiben an Bank-Kunden unter 14 Jahren, die bereits über ein Sparbuch verfügten, nicht per se unlauter sind. Bedenken hatte das Gericht jedoch in einem speziellen Falle, bei dem eine Freizeitunfallversicherung zu Sonderkonditionen angeboten wurde.

Eine Sparkasse hatte an ihre minderjährigen Kunden unter 14 mit einem bestehenden Sparkonto ein Rundschreiben versandt, in dem es unter anderem hieß: "Hallo.., herzlich willkommen ! .. Du bist im Klub der Sparkasse.. unseren Mitgliedern bieten wir eine Freizeit-unfallversicherung.. eigenes Girokonto ... nicht warten, sondern starten .. "

Aus manchen Formulierungen ("... Sprich mit uns!...) ergebe sich der Eindruck, der Jugendliche könne diese Versicherung ohne Zustimmung seiner Eltern abschließen. Der Hinweis "bis 18 brauchen wir das Okay Deiner Eltern" stehe in kleinerer Schriftgröße am Ende der sich mit dem Girokonto befassenden Passage am rechten Rand des Briefes. Zwar dürften auch Girokonten gegenüber Minderjährigen beworben werden, wenn die mit der Kontoeröffnung verbundenen und nicht ausdrücklich angesprochenen Gefahren deutlich hervorgehoben würden. Diese deutliche Hervorhebung sei hier nicht gegeben.

OLG Nürnberg vom 22.7. 2003 Az. 3 U 1036/03

Rückfragen zum Urteil beantwortet Ihnen gerne Dr. Peter .

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