Kabelfernsehkonzern
Virgin Media verliert Chef

Der Chef des angeschlagenen britischen Kabelfernsehkonzerns Virgin Media, Steve Burch, hat am Dienstag das Handtuch geworfen.

dih DÜSSELDORF. Burch verlasse das Unternehmen mit sofortiger Wirkung und kehre aus familiären Gründen in die USA zurück, teilte Virgin Media mit. Er stand allerdings nach dem missglückten Start eines Vierfach-Angebots aus Fernsehen, Internet, Telefon und Mobilfunk in der Kritik. Das hoch verschuldete Unternehmen steckt in den roten Zahlen fest und verliert Kunden. Es sucht deshalb einen Käufer, doch die aktuelle Krise an den Finanzmärkten erschwert den Prozess beträchtlich.

Burch ist ein Veteran des US-amerikanischen Kabelfernsehens. Er arbeitete 17 Jahre für den US-Kabelriesen Comcast, zuletzt als Regionalchef. Der Literaturwissenschaftler und Jurist kam im Januar 2006 als Vorstandschef zum britischen Kabel-TV-Unternehmen NTL. Innerhalb eines Jahres fusionierte er den Konzern, der heute Virgin Media heißt, mit dem Konkurrenten Telewest und integrierte dann den Mobilfunkanbieter Virgin Mobile. Ein Nachfolger für Burch werde gesucht, hieß es. Vorläufig führe Chief Operating Officer Neil Berkett die Geschäfte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%