Kamerahersteller
Sanierer Spichtig verlässt Leica

Vorstandschef Josef Spichtig verlässt den verlustreichen Kamerahersteller Leica nach Abschluss der ersten Phase der Sanierung. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden; bis dahin muss der erst im September angetretene Vorstandskollege Steven K. Lee die Geschäfte im Alleingang führen.

HB SOLMS. Spichtig, der das Unternehmen seit Mitte April 2005 leitete, werde sein Amt am Mittwoch niederlegen, teilte Leica im hessischen Solms mit. Interims-Alleinvorstand Steven K. Lee war vom US-Elektronikhändler Best Buy zu Leica gewechselt.

Leica steckt trotz der Sanierungsfortschritte immer noch in den roten Zahlen. In den ersten sechs Monaten (zum 30. September) des Geschäftsjahres 2006/07 verringerte sich der Nettoverlust allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um eine Million auf 4,2 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 51,9 Millionen Euro.

Ein Sprecher sagte, bis zum Ende des Geschäftsjahres könnte es „unter dem Strich noch zu einem kleinen Verlust“ kommen. Vor allem Investitionen in das geplante interne und externe Wachstum könnten das Ergebnis in diesem oder in den Folgejahren belasten.

Das Traditionsunternehmen hatte den Trend zur Digitalfotografie lange verschlafen und war in eine Schieflage geraten. Erst eine Kapitalerhöhung und eine Zusammenarbeit mit der japanischen Matsushita half Leica wieder auf die Beine.

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