Kapitalanlagebetrug
Phoenix-Insolvenzverwalter soll überwacht werden

Rund 20 Banken und Finanzdienstleister wollen den Insolvenzverwalter Schulze und Braun im Fall Phoenix durch einen Sonderinsolvenzverwalter überwachen lassen.

FRANKFURT. Nach Informationen des Handelsblatts wollen die zu einem Rechtsverfolgungspool zusammengeschlossenen Unternehmen dies morgen beim Insolvenzgericht beantragen. "Wir haben erhebliche Unregelmäßigkeiten bei der Gebührenabrechnung festgestellt", begründete Markus Ross, der Sprecher des Rechtsverfolgungspools das Vorgehen gegenüber dem Handelsblatt. Dabei ginge es um überhöhte Rechnungen mit einem geschätzten Gesamtvolumen von mehreren Millionen Euro, so Ross. Außerdem habe der Insolvenzverwalter Schadensersatzforderungen gegen weitere Geschäftspartner des insolventen Optionshändlers nicht nachdrücklich genug verfolgt.

Der Fall Phoenix gilt als größter Fall von Kapitalanlagebetrug der Nachkriegsgeschichte. Der Gesamtschaden wird auf 600 Millionen Euro geschätzt. Rund 180 Millionen Euro davon muss allein die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen an die betrogenen Anleger zahlen. Doch diese hat nur fünf Millionen Euro in der Kasse. Deshalb sollen die rund 700 Mitgliedsfirmen nachzahlen. Viele, darunter der Rechtsverfolgungspool, weigern sich.

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