Karin Wolff ist Präsidentin Kultusministerkonferenz (KMK) und Hessische Kultusministerin
Karin Wolff: „Sehe Gefahr der Überinstitutionalisierung"

Einzelne Manager brauchen zweifelsohne hin und wieder einen Hinweis, das Handelsbilanzen, Börsendaten und Konjunkturprognosen keine kalten Zahlenspiele sind, glaubt die Hessische Kultusministerin und Präsidentin der Kulturministerkonferenz. Doch Verantwortung stelle sich nicht über einen „Hippokratischen Eid" ein.

Unsere Marktwirtschaft ist sozial. Dieses entscheidende Attribut hat unser deutsches Wirtschaftsmodell zu einem Erfolgsschlager werden lassen. Einzelne Wirtschaftsmanager brauchen zweifelsohne hin und wieder einen Hinweis, das Handelsbilanzen, Börsendaten und Konjunkturprognosen keine kalten Zahlenspiele sind. Hinter den Zahlen stehen menschliche Schicksale, so wie hinter jedem wirtschaftlichen Erfolg auch eine unternehmerische (Risiko-)Entscheidung steht.

Verantwortung stellt sich aber nicht über einen „Hippokratischen Eid" ein. Verantwortung bildet sich durch umfassende wertegebundene Bildung, nicht durch Reglementierung.

Ich sehe daher die Gefahr, dass wir unser Land überinstitutionalisieren, hinter allem einen regelnden Paragraphen stellen. Wo bleibt der Wettbewerb im Bedingungsdschungel? Wir brauchen wieder mehr Pioniergeister in unserem Land. Deshalb brauchen wir einen offenen Markt für alle, die über gute Ideen, unternehmerischen Mut und einen weitreichenden Bildungshorizont verfügen. Deren Erfolg ist der Erfolg der gesamten Gesellschaft.

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