Karl-Heinz Holland
Chefwechsel bei Lidl

Karl-Heinz Holland rückt an die Spitze des verschwiegenen Discounters.

STUTTGART. Das Vakuum an der Führungsspitze von Lidl ist nach dem Spitzelskandal beendet. Der zweitgrößte deutsche Lebensmitteldiscounter hat den bisherigen Einkaufsvorstand Karl-Heinz Holland als neuen Vorstandschef und Nachfolger von Wilfried Oskierski berufen. Lidl blieb so der Linie treu, die Chefetage aus den eigenen Reihen zu besetzen. Der 41-Jährige hat quasi sein ganzes Berufsleben im Konzern verbracht. Mit 24 Jahren begann er seine Karriere in Neckarsulm und durchlief mehrere Stationen bis zum Einkaufschef.

Holland wurde neben Deutschland-Chef Frank Michael Mros auch schon als potenzieller Nachfolger von Aufsichtsratschef Klaus Gehrig, 59, gehandelt. Spekulationen, Gehrig selbst könnte Opfer der Spitzelaffäre werden, haben sich damit nicht bestätigt. Der Aufsichtsratschef nimmt die Interessen von Eigentümer Dieter Schwarz wahr und gilt nach wie vor als der starke Mann im Lidl-Reich, trotz eher unglücklicher Auftritte in den Medien während der Aufarbeitung des Skandals um das Abhören von Mitarbeitern.

Der Umbau des Vorstands habe mit der sogenannten Spitzelaffäre nichts zu tun, sagte eine Sprecherin. In der Branche galt die Führungsriege seither allerdings als zerstritten. Datenschützer mehrerer Bundesländer hatten wegen der Überwachung von Mitarbeitern und anderer Verstöße gegen das Datenschutzgesetz fast 1,5 Millionen Euro Bußgeld verhängt. Nach Angaben der Sprecherin wurde der Betrag bereits bezahlt.

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