Karl-Ludwig Kley
Ex-Lufthansa-Manager wird neuer Merck-Chef

Der ehemalige Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley wird neuer Chef des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck. Kley löse Michael Römer nach der Hauptversammlung am 27. April ab, teilte Merck am Mittwoch mit. Römer ist erst seit November 2005 Chef von Merck.

HB FRANKFURT. Kley war im September nach acht Jahren bei Lufthansa auf den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden der Merck-Geschäftsleitung gewechselt. Seit 2004 saß er bereits im Gesellschafterrat der E. Merck OHG, in der die Familieneigentümer von Merck ihre Anteile gebündelt haben und in deren Vorstand Römer künftig sitzen soll.

Kley sollte sich bei Merck eigentlich als Nummer zwei im Konzern um die Integration des Pharmakonzerns Schering kümmern. Bei dem Übernahmeversuch unterlag Merck allerdings dem Konkurrenten Bayer. Dass Kley schon damals die Option auf den Chefposten in der Tasche gehabt haben könnte, hatten Branchenkenner immer vermutet.

Bei dem Darmstädter Traditionskonzern war es Ende 2005, kurz vor der versuchten Übernahme von Schering, zu einem überraschenden Führungswechsel gekommen. Vorstandschef Bernhard Scheuble verließ Merck nach 24 Jahren Betriebszugehörigkeit und überließ seinem Vize Michael Römer das Ruder. Damals hatte das Unternehmen erklärt, Römer - ein langjähriger Merck-Mann - sei keine Interimslösung. In der Branche war dennoch spekuliert worden, dass der kaum in der Öffentlichkeit präsente Römer den Chefposten nicht lange besetzen werde.

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