Karsten Schmidt
Der Spielmacher

Einst hat Karsten Schmidt für die Freiheit der Raucher gekämpft. Jetzt kämpft er als Chef des Spieleverlags Ravensburger um die Gunst der Kinder – und hat Erfolg trotz Billigkonkurrenz aus Fernost. Am Mittwoch legt er die neuen Geschäftszahlen vor.

RAVENSBURG. Es gibt Menschen, die können einfach alles an den Mann bringen, ob Waschmittel, Zigaretten oder Spielzeug. Karsten Schmidt gehört zu jener Gattung begnadeter Verkäufer, die zu Gold machen, was ihnen in die Hände fällt.

Anders lässt sich der Erfolg des 51-Jährigen beim oberschwäbischen Spieleverlag Ravensburger nicht erklären. Denn als der ehemalige Deutschland-Chef des Zigaretten-Multis Philip Morris vor fünf Jahren in Ravensburg anfing, da waren für ihn Puzzles und „Memory“ nicht mehr als eine Freizeitbeschäftigung an einem verregneten Sonntagnachmittag.

Noch schlimmer, der gebürtige Potsdamer fand eine Firma mit großen Problemen vor. Das vorige Management hatte sich im Internetboom hoffnungslos verzettelt und das Kerngeschäft aus Kinderbüchern und Brettspielen sträflich vernachlässigt. Die Angst ging um unter den Mitarbeitern des traditionsreichen Familienunternehmens.

Wenn Schmidt am Mittwoch im feinen Hotel „Graf Zeppelin“ gegenüber dem Stuttgarter Bahnhof die Jahreszahlen vorstellt, dann wird er über die dunklen Zeiten kein Wort mehr verlieren. Denn Ravensburger steht jetzt wieder solide da. Mit einer Mischung aus altbekannten Spielen und Neuheiten hat es Schmidt geschafft, gegen den Ansturm der Billigkonkurrenz aus Fernost zu bestehen.

Wichtiger noch: Der größte deutsche Spieleverlag ist eine Firma, die Geld verdient und wächst. „Schmidt hat das Unternehmen auf die Erfolgsspur zurückgeführt“, sagt ein Manager der Konkurrenz anerkennend.

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