Keine "Fusion unter Gleichen"
Schrempp steht wegen Daimler-Chrysler-Fusion vor Gericht

Vor fünf Jahren schlossen sich Daimler-Benz und Chrysler zusammen. Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp, der für die Fusion verantwortlich war, sitzt nun auf der Anklagebank. Der 85-jährige US-Milliardär Kirk Kerkorian glaubt, er habe bei der Fusion finanziell schlecht abgeschnitten und klagt auf Entschädigung.

HB STUTTGART. In der amerikanischen Provinz, am Bezirksgericht im Bundesstaat Delaware, will Bundesrichter Joseph Farnan von Montag an ergründen, ob damals alles mit rechten Dingen zuging.

Kerkorian fühlt sich von Schrempp betrogen, seit dieser im Oktober 2000 der „Financial Times“ in einem Interview offenbart haben soll, er habe es von vornherein auf eine Übernahme des US- Autobauers abgesehen, der inzwischen nur noch eine von mehreren Sparten von Daimler-Chrysler ist. Die steuerbegünstigte „Fusion unter Gleichen“ (merger of equals) habe er als „psychologischen Umweg“ gebraucht, um die Aktionäre zu überzeugen. Kerkorian war vor der Fusion mit 13,75 Prozent größter Chrysler-Aktionär. Von 2001 an hat er seine Daimler-Chrysler-Anteile verkauft, nachdem die Aktien bereits deutlich in die Knie gegangen waren.

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