Keine „Heilkunde“
Zähnebleichen dürfen nicht nur Zahnärzte

Eine Zahnaufhellung dürfen einem Urteil des Landgerichts Frankfurt zufolge nicht nur Zahnärzte vornehmen. Damit hat eine zahnärztliche Berufsorganisation gegen einen Vertreter des eigenen Standes eine Niederlage erlitten.

HB FRANBKFURT. Das auch als "Bleaching" bezeichnete Verfahren sei keine zahnheilkundliche Tätigkeit, entschied die 12. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Frankfurt (Az: 3-12 O205/06), wie das Gericht am Montag mitteilte. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die zahnärztliche Berufsorganisation hatte den Zahnarzt verklagt. Der Mann, der eine eigene Praxis betreibt, führt zudem einen Laden, in dem eine zahnärztliche Assistentin Zähne aufhellt. Für diese Leistung warb der Zahnarzt auf einer Internetseite. Dort fand sich auch ein Informationskasten, in dem Angehörige zahnärztlicher Assistenzberufe angeregt wurden, sich mit der Gründung eines solchen Geschäfts selbstständig zu machen.

Die Berufsorganisation forderte den Zahnarzt auf, derartige Aussagen zu unterlassen. Dadurch verleite er nicht approbierte Zahnärzte in unlauterer Weise zur Ausübung von Tätigkeiten, die laut Zahnheilkundegesetz Zahnärzten vorbehalten seien. Das Gericht folgte dem Antrag nicht. Zahnweißen sowie Zahnreinigen seien keine zahnheilkundlichen Tätigkeiten, hieß es. Demnach dürften auch Angehörige zahnärztlicher Assistenzberufe Zähne aufhellen.

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