Kellinghusen beerbt Gebert
Chefwechsel bei Küchenhersteller Alno

HB FRANKFURT. Der ehemalige Vorstandschef des Puppenherstellers Zapf Creation, Georg Kellinghusen, wird neuer Chef von Europas größtem Küchenhersteller Alno. Der 60-Jährige, der bereits seit sechs Wochen für die Finanzen des südbadischen Unternehmens verantwortlich ist, übernimmt auch die Aufgaben des bisherigen Firmenchefs Frank Gebert. Dieser verlasse Alno auf eigenen Wunsch, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Die Führung von Alno besteht künftig neben Vorstands- und Finanzchef Kellinghusen, aus dem Produktionsvorstand Michael Hummler und einem noch nicht benannten Vertriebsvorstand. Der neue Großaktionär GermanCapital hatte Alno erst vor wenigen Wochen über eine Kapitalerhöhung mit zusätzlichen acht Mill. Euro ausgestattet und hält gemeinsam mit Teilen der Gründerfamilie 52 Prozent an dem Unternehmen. Für 2006 hatte Alno zuletzt einen Verlust nicht mehr ausgeschlossen, nachdem 2005 gerade 600 000 Euro übrig blieben. Der scharfe Preiswettbewerb macht dem Unternehmen zu schaffen.

Bei Zapf hatte Kellinghusen im Dezember nach nur zehn Monaten im Streit mit dem neuen Großaktionär MGA Entertainment seinen Hut genommen. Sein Plan, die angeschlagene Firma zur Sanierung an die japanische Bandai-Gruppe zu verkaufen, war gescheitert. Vor seinem Wechsel zu Zapf Creation war Kellinghusen sechs Jahre lang Finanzchef des Modeherstellers Escada gewesen.

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