Kering-Tochter
Pinault will Puma auf Vordermann bringen

Puma soll gestrafft werden: Die Organisationsform des Sportartikelherstellers sei nicht seinem rasanten Wachstum angepasst worden. François-Henri Pinault, Chef des Mutterkonzerns Kering, will Abläufe vereinfachen.
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FrankfurtDer zum französischen Luxus- und Lifestyle-Konzern Kering gehörende Sportartikelhersteller Puma soll durch Straffung der Strukturen auf Vordermann gebracht werden. „Wir haben interne Schwächen, die korrigiert werden müssen“, sagte Kering-Chef (früher PPR) François-Henri Pinault der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.

Die Organisationsform sei nicht dem rasanten Wachstum von Puma in den vergangenen zwölf Jahren ausreichend angepasst worden. So hat der Herzogenauracher Sportartikelhersteller nach Ansicht Pinaults etwa viele seiner Lizenznehmer übernommen, sie aber nicht richtig integriert. Strukturen wie die IT-Systeme und verschiedene Abläufe müssten jetzt „vereinfacht und vereinheitlicht“ werden, kündigte Pinault an. Auch müsse Puma im Marketing die historischen Wurzeln im Fußball und Werbeträger wie den Sprint-Weltrekordler Usain Bolt stärker herauszustellen.

Der Puma-Konzern, der wie die Marken Gucci, Bottega Veneta oder Yves Saint Laurent zu Kering gehört, ist das Sorgenkind der Franzosen. Das fränkische Unternehmen kämpft mit Gewinnrückgängen und steckt mitten im größten Umbau seit 20 Jahren. Der neue Puma-Chef Björn Gulden, der Anfang Juli das Ruder übernimmt, muss dafür sorgen, dass der Sportartikel-Hersteller nicht noch weiter hinter die übermächtigen Konkurrenten Adidas und Nike zurückfällt und aufstrebende asiatische Hersteller auf Abstand hält.

Im Lifestyle-Bereich will sich Kering-Chef Pinault zunächst auf die Sanierung von Puma konzentrieren, bevor ein Ausbau durch den Zukauf weiterer Marken ins Auge gefasst werde. Die schon bestehende Marke Volcom sei für den Aktionssport und die Marke Tretorn für den Outdoor-Bereich vorgesehen. Auch im Unternehmenssegment der Luxuswaren sieht Pinault das Portfolio nach Zukäufen von Brioni sowie von Schmuck- und Uhrenherstellern als weitgehend abgerundet an. „Da sehe ich keine größeren Übernahmen“, sagte Pinault.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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