Management
Kin Wah Loh allein zu Hause

Im Überlebenskampf muss der Qimonda-Chef nun ohne seinen Finanzvorstand auskommen.

MÜNCHEN. Nicht viele Malaysier haben ihre Karriere in Regensburg begonnen. Doch für Kin Wah Loh war die bayerische Universitätsstadt so etwas wie der Ausgangspunkt seines steilen Aufstiegs. Anfang der 90er-Jahre hat der Manager im Halbleiterwerk von Siemens in Regensburg die Chipkartenfertigung geleitet. Der Technologiekonzern wollte damals den internationalen Managementnachwuchs stärken. Und so holte er den jungen Ingenieur aus Asien nach Deutschland.

Zwei Jahrzehnte später sieht es so aus, als würde Deutschland im Werdegang des schlanken, grauhaarigen Mannes wieder eine entscheidende Rolle spielen. Nachdem er zwischenzeitlich ein Jahrzehnt lang in Singapur gearbeitet hat, ist Loh inzwischen Chef von Qimonda, der früheren Halbleitersparte der Siemens-Ausgründung Infineon. Deren Konzernsitz ist München.

Doch nun droht dem Vater von zwei Töchtern zum ersten Mal ein Knick in der bislang so makellosen Karriere. Denn Qimonda kämpft mit enormen Verlusten und steht deshalb vor einem großen Umbau. Gestern ging auch noch Michael Majerus, der Finanzvorstand des angeschlagenen Unternehmens, von Bord. Dessen Job übernimmt nun übergangsweise der bisher fürs Tagesgeschäft zuständige Thomas Seifert. Schon lange spekulieren die Analysten darüber, wann dem Konzern das Geld ausgeht.

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