Kinder
Eltern haften nicht für alles

Kindlicher Schabernack und teure Folgen: Eltern haften für ihre Sprösslinge, heißt es gemeinhin. Doch das gilt nur begrenzt, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Ein Neunjähriger und sein Spielkamerad vertrieben sich die Zeit auf einem Reiterhof, indem sie einen Hund mit Matschkugeln bewarfen. Eines der Geschosse verfehlte jedoch sein Ziel und schlug gegen einen Pfeiler der sogenannten Pferde-Führanlage. Darin stand gerade ein nervöser Fuchswallach, der vor Schreck hochstieg, zu Fall kam und sich dabei so schwer verletzte, dass er als Reitpferd ausgedient hatte.

Sein Besitzer forderte daraufhin 24 800 Euro Schadensersatz von den Eltern des neunjährigen Matschwerfers, scheiterte aber vor dem Landgericht Osnabrück (4 O 473/06). Von einem Jungen dieses Alters könne eben nicht erwartet werden, dass er eine derartige tierische Schreckhaftigkeit einplane, sagten die Richter. Zudem müssten Eltern nicht für Schäden haften, die wegen eines normalen kindlichen Spieltriebs entstünden.

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