Kinofilm
Der Facebook-Krimi

Wie man das angesagteste Ding im Internet erfindet und damit der jüngste Milliardär wird: Der Film "The Social Network" zeigt kritisch den Gründungskrimi von Facebook. Erfinder Mark Zuckerberg reagiert alles andere als souverän - und auch das Image des Unternehmens könnte leiden.
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DÜSSELDORF. Als Facebook vor kurzem für wenige Stunden einfach nicht erreichbar war, diskutierte die ganze Welt: Wie viel wird die Wirtschaft wohl dadurch gewonnen haben, dass Millionen Menschen, statt auf Facebook zu bummeln, endlich wieder arbeiteten?

500 Millionen Nutzer hat das soziale Netzwerk - wäre Facebook ein Land, wäre es das drittgrößte der Welt mit einem Mann an der Spitze, auf dessen Visitenkarte lange Zeit stand "I am CEO - bitch" also in etwa: "Ich bin Chef - Schlampe".

"The Social Network", der am 7. Oktober in die Kinos kommt, erzählt die Geschichte eben jenes Mannes: Mark Zuckerberg, jüngster Milliardär, Facebook-Gründer und, laut Film, ein Riesenarsch.

Das attestiert ihm schon seine Freundin in der ersten Szene. Zuckerberg sitzt da mit ihr und einem Bier in einer Studentenkneipe, sieht aus wie ein Nerd, redet unaufhaltsam und weiß alles besser, und als er Luft schnappt, prophezeit sie ihm: "Hör zu! Du wirst bestimmt reich werden. Du wirst durch dein Leben gehen mit dem Gefühl, dass die Frauen dich nicht mögen. Ich sage dir: Es liegt nicht daran, dass du ein Nerd bist. Es liegt daran, dass du ein Arschloch bist."

Der damals 19-Jährige läuft weg, über den Harvard-Campus in seine Studentenbude. Er schnappt sich seine Tastatur, eine Flasche Bier, und lässt seine Wut an der Mädchenwelt aus. Er programmiert ein Klickspiel hot or not - scharf oder nicht - mit Harvard-Studentinnen, deren Gesichter da verglichen werden. Der Rummel, den Zuckerberg damit auslöst, macht drei Studenten auf ihn aufmerksam, die ihn auf die Idee seines Lebens bringen werden.

Er soll eine Plattform programmieren, eine besondere. Zuckerberg sagt zu, hat aber nie vor, für sie zu arbeiten, sondern nur deren Projekt zu blockieren. Er weiß jetzt schon, dass er die drei das nächste Mal vor Gericht wiedersehen wird.

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