Kinowelt-Chef wird zweimal verhaftet und ist jetzt wieder auf freiem Fuß
Neuer Ärger für Kölmel

Kinowelt-Chef Michael Kölmel kommt nicht zur Ruhe. Nach einer Verurteilung wegen Untreue und Insolvenzverschleppung hat der 50-Jährige jetzt neuen Ärger mit der Justiz.

dpa MÜNCHEN. Seit Ende August sei Kölmel wegen weiterer Untreue-Vorwürfe zweimal kurzzeitig verhaftet worden, bestätigte Staatsanwalt Markus Kammann in München: einmal am 27. August und einmal am 1. September, beide Male kam er schnell wieder frei. Das Landgericht München hatte den Haftbefehl schließlich in zweiter Instanz außer Vollzug gesetzt. „Er sitzt wieder in Leipzig und arbeitet“, hieß es über Kölmel, dessen Reisepass aber noch immer bei der Polizei liegt.

Anlass für die erneuten Verhaftungen seien unter anderem Vorwürfe im Zusammenhang mit der Beratungsfirma BVT, deren Geschäftsführer nach wie vor in Untersuchungshaft sitzen. Diese Firma sollte laut Verträgen für die Kinowelt Beratungsleistungen erbringen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wurde einer der Verträge nur abgeschlossen, um der BVT Geld überweisen zu können.

Aus der Justiz heißt es, Grund für die ungewöhnliche Vorgehensweise – zwei Verhaftungen, zwei Freilassungen – seien unterschiedliche Zuständigkeiten der an dem Fall beteiligten Institutionen. Kölmel erklärte dazu: „Die Tatsache, dass mehrere Gerichtsinstanzen gegen das Ansinnen der Staatsanwaltschaft entschieden haben, spricht für sich.“ Hinter den Kulissen gibt es Klagen über das allzu forsche Vorgehen des jungen Staatsanwalts gegen Kölmel.

Im Juli war Kölmel wegen Untreue in vier Fällen sowie Insolvenzverschleppung zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seite haben Revision angekündigt.

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