Kirch-Prozess
Friede Springer als Zeugin geladen

Der Prozess um Leo Kirch und die Deutsche Bank hat prominente Zeugen. Nun soll auch Verlegerin Friede Springer aussagen.
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München Das Oberlandesgericht München habe diesen Beschluss bereits am 6. April gefasst, sagte ein Sprecher am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Onlineausgabe der „Zeit“. Wann Springer aussagen werde, sagte er nicht.

Kirch macht die Deutsche Bank und deren früheren Vorstandssprecher Rolf-Ernst Breuer für die Pleite des KirchMedia-Konzerns im April 2002 verantwortlich. Breuer hatte zwei Monate zuvor in einem Fernsehinterview über den Konzern gesagt: „Was man alles lesen und hören kann, ist, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.“ Zu Kirchs Imperium hatte auch eine 40-prozentige Beteiligung am Axel-Springer-Verlag („Bild“, „Welt“) gehört.

Einen Vergleichsvorschlag hat die Deutsche Bank laut „Zeit“ abgelehnt. Das Gericht habe vorgeschlagen, dass die Bank 775 Millionen Euro an Kirch und seine früheren Unternehmen zahlt, um auf diese Weise alle Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Das Institut habe den Vergleichsvorschlag allerdings umgehend zurückgewiesen.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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