Klägerin erhielt 71 000 Euro Schadensersatz
Besondere Beratung für die Altersvorsorge

Bei Geldanlagen zur Altersvorsorge müssen Berater besonders auf die Möglichkeit finanzieller Verluste hinweisen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor.

HB KOBLENZ. Dies gelte insbesondere wenn Anlagemöglichkeiten empfohlen würden, bei denen ein deutlicher Verlust nicht ausgeschlossen werden könne, wie etwa Renten- oder Aktienfonds (Az.: 8 U 1295/04).

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine Entscheidung des Landgerichts Koblenz auf und gab der Schadensersatzklage einer Frau in Höhe von rund 71 000 Euro statt. Die Klägerin hatte Geld aus einem Hausverkauf für ihre Altersvorsorge anlegen wollen. Auf Anraten einer Versicherungsvertreterin schloss sie eine fondsgebundene Rentenversicherung ab und investierte einen Teil des Geldes in einen Aktienfonds. Beide Geldanlagen verloren jedoch deutlich an Wert. So war etwa der Rentenfonds, in den die Klägerin rund 75 000 Euro eingezahlt hatte, nur noch 25 000 Euro wert. Die Klägerin hielt der Versicherungsvertreterin sowie deren Mitarbeitern vor, sie nicht ausreichend informiert zu haben. Anders als das Landgericht teilte das OLG diese Auffassung.

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