Klaus-Gerhard Wolpert
Produktstrategiechef von VW verliert Aufgabe

Das Wechselspiel bei Volkswagen geht weiter: Insidern zufolge hat der Konzern dem bislang für die Produktstrategie verantwortlichen Klaus-Gerhard Wolpert eine neue Aufgabe übertragen. Er war angeblich überfordert.
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BerlinVolkswagen wechselt Konzernkreisen zufolge ein wichtiges Mitglied des Managements im Zuge des Sparprogramms aus. Der für die Produktstrategie verantwortliche Klaus-Gerhard Wolpert werde ausgetauscht, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Der vor vier Jahren von Porsche nach Wolfsburg gewechselte Wolpert sei mit der Aufgabe überfordert gewesen, die Strategie für weit mehr als 100 Pkw-Modelle in dem Mehr-Markenkonzern zu koordinieren. Wolpert solle sich künftig um das Baukastensystem der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania kümmern. Ein Nachfolger für das Produktmanagement stehe noch nicht fest. Das „manager magazin“ berichtete vorab ebenfalls darüber. VW wollte sich nicht äußern.

Konzernchef Martin Winterkorn hatte im Sommer ein Sparprogramm angekündigt, um bei der größten Marke VW bis 2017 fünf Milliarden Euro einzusparen. Dabei hatte Winterkorn auch schmerzhafte Einschnitte angekündigt, um die Rendite zu steigern. Unter anderem sollen weniger profitable Fahrzeugmodelle auslaufen und kaum gefragte Sonderausstattungen aus dem Programm genommen werden. Details werden von der Strategiekonferenz am Donnerstag in Dresden erwartet, auf der Winterkorn vor rund 2000 VW-Managern sprechen soll.

Wolpert war im Oktober 2010 zusammen mit dem damaligen Porsche-Chef Michael Macht zu VW gewechselt. Er ersetzte dort Matthias Müller, der als Chef von Porsche nach Stuttgart ging. Macht verlor im August seinen Posten als Produktionsvorstand von Volkswagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Klaus-Gerhard Wolpert: Produktstrategiechef von VW verliert Aufgabe"

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  • Die Liste der Gefeuerten ist lang: Pieschetsrieder, Bernhard, Macht, Dürrheimer, Wolpert etc..
    Es werden folgen: Rentschler, Diss, etc..
    Da würde ich mal die Qualität der Einstellenden hinterfragen.

  • Hier offenbart sich die ganze Unfähigkeit der Altherrenriege im Konzernvorstand.
    Anstatt die Modellpalette zu entmüllen wird Personal abgesägt.

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