Klaus Murmann
Ehemaliger Arbeitgeberpräsident gestorben

Klaus Murmann ist tot. Der langjährige Arbeitgeber-Präsident starb im Alter von 82 Jahren in Kiel. Ministerpräsident Albig würdigt Murmann als wichtige Unternehmerpersönlichkeit und engagierten Bürger.
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KielDer frühere Arbeitgeber-Präsident Klaus Murmann ist tot. „Er starb nach längerer Krankheit am Montagmorgen in Kiel zuhause im Alter von 82 Jahren“, sagte seine Privatsekretärin Brigitte Gartmann der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Der Unternehmer leitete die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) zehn Jahre lang von 1986 bis 1996. Murmann, gebürtiger Dortmunder, lebte seit 1953 in Kiel. Er hinterlässt seine Frau Hannelore und fünf Kinder.

Mit Trauer und Anteilnahme reagierte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig: „Klaus Murmann war jahrzehntelang eine wichtige Unternehmerpersönlichkeit unseres Landes. Er war aber auch ein engagierter Bürger, der in vielen Bereichen eine große und starke Verantwortung in der Gesellschaft übernommen hat.“ Der Name Murmann sei daher untrennbar mit Schleswig-Holstein verbunden. Er habe sich zahlreiche Verdienste auf politischer, unternehmerischer und sozialer sowie auf kultureller und sportlicher Ebene erworben. „Die Lebensleistung von Klaus Murmann ist beeindruckend. Schleswig-Holstein trauert um eine große Persönlichkeit unseres Landes“, betonte Albig. 2007 erhielt Murmann für sein herausragendes Engagement für Schleswig-Holstein die Ehrenprofessur des Landes.

„Klaus Murmann war ein vorbildlicher Mensch und Unternehmer, der sich immer auch zu seiner sozialen Verantwortung bekannt hat“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). „Er war ein großherziger Mensch.“

Als BDA-Präsident setzte sich Murmann entschieden für eine Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ein. Dabei eckte er mit manchen Vorschlägen bei den Gewerkschaften an. Mit Sauer-Sundstrand (heute Danfoss Power Solutions) schuf Klaus Murmann einen weltweit tätigen Konzern mit Sitz in Neumünster. Bis 2004 führte er das Unternehmen, das er zuvor schon durch die Fusion mit den entsprechenden Hydraulik-Aktivitäten des dänischen Danfoss-Konzerns auf einen langfristig tragfähigen Weg gebracht hatte. Inzwischen hat Danfoss das Unternehmen komplett übernommen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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