Klaus Zapf
Berufskläger muss Schadenersatz zahlen

Er ist einer der größten Speditionsunternehmer Deutschlands. Doch auch als führender Berufskläger hat Klaus Zapf sich einen Namen gemacht. Jetzt ist er vom Landgericht Frankfurt zu Schadenersatz verurteilt worden.

HB FRANKFURT. Das Verhalten des Berliner Speditionsunternehmers Klaus Zapf sei "sittenwidrig" gewesen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf ein noch unveröffentlichtes Urteil.

Das Landgericht Frankfurt befand demnach, Zapf müsse für alle entstandenen und künftigen Schäden haften, die daraus folgen, dass durch seine Anfechtungsklage eine geplante Kapitalerhöhung blockiert wurde.

Zapf hatte gegen die Real Estate International Investment AG (früher Nanoinvests) prozessiert und für die Rücknahme seiner Klage Forderungen gestellt. Von dem Unternehmen verlangte er für sich und vier Mitstreiter jeweils 3500 Bezugsrechte für neue Aktien. Das Frankfurter Landgericht wies nun darauf hin, Zapf habe mit seinem Verhalten gegen das Gleichbehandlungsgebot des Aktiengesetzes verstoßen, es stelle eine „unerlaubte Handlung“ dar.

Nach Ansicht des Gerichts hätten den fünf Opponenten maximal 38 Bezugsrechte zugestanden, weil sie nur über zusammen 53 Anteile verfügten. Außerdem hielt es die geltend gemachten Anfechtungsgründe für "fraglich". Die Sittenwidrigkeit folge „aus der Relation des verwendeten Mittels zu dem angestrebten Zweck unter gleichzeitigem Missbrauch einer ihm vom Gesetz eingeräumten Position“.

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