Knobloch wird Anfang 2004 neuer Chef
Vorzeitiger Chefwechsel bei Eurohypo

Der bisherige Vorstandschef der Hypothekenbank Eurohypo wird Ende 2003 vorzeitig sein Amt aufgeben. 2004 werde sein bisheriger Stellvertreter das Ruder übernehmen, teilte das Institut am Montag in Frankfurt mit. Der frühere Wechsel solle den geplanten Börsengang erleichtern, hieß es.

HB FRANKFURT. Der 52-jährige Bernd Knobloch sei mit Wirkung zum 1. Januar 2004 zum Vorstandssprecher berufen worden, teilte die Eurohypo mit Verweis auf einen Beschluss des Aufsichtsrates am Montag mit. Knobloch ersetze bei der Hypothekenbank den bisherigen Vorstandssprecher Karsten von Köller (63). Bisher war der Wechsel für Mitte 2005 geplant. Der vorzeitige Amtsantritt Knoblochs erfolge im Hinblick auf die langfristige strategische Ausrichtung der Bank und dem angestrebten Börsengang. Das Kreditinstitut ist im August 2002 aus der Fusion der Hypotheken-Tochterfirmen der Deutschen Bank, der Commerzbank und der zur Allianz gehörenden Dresdner Bank hervorgegangen.

Mit dem neuen Bankchef Knobloch übernimmt ein Mann aus dem alten Lager der Deutschen Bank das Ruder beim Frankfurter Kreditinstitut. Knobloch war vor der Fusion im Vorstand der alten Eurohypo, der Immobilientochter der Deutschen Bank. Von Köller war früher bei der Rheinhyp, die zur Commerzbank gehört hatte, tätig.

Die Eurohypo strebt einen Börsengang im Jahr 2005 an. Eurohypo-Vorstandsmitglied Henning Rasche hatte kürzlich darauf hingewiesen, dass der Prozess in Vorbereitung sei und auch vom Marktumfeld abhängig sei. „Wir brauchen eine Verbesserung der Gesamtsituation“, hatte Rasche gesagt. Im ersten Halbjahr 2003 hatte die Eurohypo den Gewinn vor Steuern zum anteiligen Vorjahreszeitraum um 30 % auf 211 Mill. € gesteigert. Im Gesamtjahr 2003 strebt die Eurohypo ein klar höheres Ergebnis als die 293,5 Mill. € nach Steuern aus dem Vorjahr an.

Die Anteile an der Eurohypo teilen sich die drei Mutterkonzerne der Vorgängerinstitute: So hält die Deutsche Bank-Gruppe 37,6 %, die Allianz 28,5 % und die Commerzbank 31,85 %. Die restlichen rund zwei Prozent gehören freien Aktionären. Beim geplanten Börsengang sollen Vorstandsmitglied Rasche zufolge zunächst 25 % der Anteile an der Börse platziert werden.

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