Kölner Müllskandal
Wienand zu Bewährungsstrafe verurteilt

Wegen der Korruptionsaffäre um den Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage ist der frühere SPD-Spitzenpolitiker Karl Wienand zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

HB KÖLN. Zudem verhängte das Kölner Landgericht am Dienstag eine Geldstrafe von 25 000 ? gegen Wienand. Das Gericht blieb damit unter der Strafforderung der Staatsanwaltschaft, die gegen Wienand wegen Beihilfe zur Bestechung, der Untreue in einem besonders schweren Fall sowie der Steuerhinterziehung dreieinhalb Jahre Haft gefordert hatte. Wienands Verteidiger hatten dagegen auf Freispruch plädiert.

Der ehemalige SPD-Bundespolitiker habe insgesamt 4,4 Mill. DM Bestechungsgeld erhalten, hatte die Anklage in ihrem Plädoyer erklärt. Wienand hatte am ersten Verhandlungstag vor zweieinhalb Wochen eingeräumt, rund zwei Mill. DM als Provision erhalten zu haben.

Insgesamt sollen in der Korruptionsaffäre rund 21,6 Mill. DM (rund elf Mill. ?) an Schwarzgeldern geflossen sein. Ulrich Eisermann - damaliger Chef der städtischen Abfallverwertungsgesellschaft AVG, die den Auftrag zum Bau des Müllofens vergeben hatte - und der Chef der mit dem Bau beauftragten Firma Steinmüller, Sigfrid Michelfelder, wurden wegen der Korruptionsaffäre bereits verurteilt. Gegen das Urteil wurde jedoch Revision eingelegt.

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