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1999 bis 2009: Ein gutes Jahrzehnt für Dax-Vorstände

Das Krisenjahr 2009 hat die Gehälter deutscher Topmanager nur leicht getroffen: Die Spitzenverdiener haben das Jahr mit nur leichten finanziellen Blessuren überstanden. Der Zehnjahresvergleich zeigt: Mehr als 300 Prozent höhere Bezüge sind keine Ausnahme.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann war auch 2009 bestverdienender Vorstandsvorsitzender im Dax-30. Quelle: APN
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann war auch 2009 bestverdienender Vorstandsvorsitzender im Dax-30. Quelle: APN

DÜSSELDORF. Bei einigen Industriemanagern wie Ekkehard Schulz (Thyssen-Krupp) oder Peter Löscher (Siemens) ging es zwar steil bergab, weil Boni und Tantieme wegen schlechter Geschäftszahlen einbrachen oder ausfielen. Auf längere Sicht aber ist die Einkommenslage der Spitzenkräfte passabel.

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Spitzenreiter bleibt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit einer Gesamtvergütung von rund 9,5 Mio. Euro. Auf Platz zwei folgt RWE-Chef Jürgen Großmann mit 7,1 Mio. Euro. Schlusslicht ist Commerzbank-Chef Martin Blessing, der die gesetzlich festgelegte halbe Mio. Euro verdiente.

Im Vergleich mit dem Boomjahr 1999 kletterte die Vergütung der Dax-Topmanager um durchschnittlich 35 Prozent. Nur vier von 30 Konzernen zahlen ihren Vorständen für 2009 weniger als damals, dreistellige Zuwachsraten in nur zehn Jahren sind dagegen an der Tagesordnung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Vergütungsberaters Heinz Evers für das Handelsblatt.

Bei Allianz, K+S, Linde, Post oder RWE sind die Bezüge binnen zehn Jahren regelrecht explodiert. Sie stiegen um bis zu 483 Prozent. Auch hat sich die Zahl der Vorstandsmitglieder nicht erhöht, tendenziell ist sie sogar gesunken. Besondere Gründe für exorbitant gestiegene Bezüge gibt es natürlich immer. Beim Spitzenreiter Kali+Salz dürfte sich der Aufstieg in den führenden Börsenindex Dax beschleunigend ausgewirkt haben.

Allianz und RWE stiegen im Laufe dieser zehn Jahre zudem in die Spitzengruppe mit den teuersten Vorständen der Republik auf. Derzeit führt die Deutschen Bank das Ranking an, die 39 Mio. Euro für ihr achtköpfiges Führungsgremium aufwendet. Auf Platz zwei folgt SAP mit 34,8 Mio. Euro, vor Allianz, Siemens und RWE, die zwischen 22 und 30 Mio. Euro zahlen.

Der Zehnjahresvergleich räumt mit einem Vorurteil über die Deutsche Bank auf. Kritik entzündete sich oft an vermeintlich extremen Gehaltszuwächsen der Vorstände, insbesondere des Chefs Ackermann. Seine Bezüge erreichten teils zweistellige Millionenwerte. Die Wahrheit ist: Schon 1999 bekam der damals wie heute achtköpfige Deutsche-Bank-Vorstand in der Summe umgerechnet 39 Mio. Euro.

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