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Amazon-Chef: Bezos bläst zum Angriff auf Apple

Amazon wird zum Kaufhaus des 21.Jahrhunderts: Was mit Büchern begann, setzt sich mit dem Verkauf von Babywindeln, T-Shirts und Steaks fort. Jetzt bereitet Firmengründer Jeff Bezos den Angriff auf das iPad von Apple vor.

Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einem Exemplar des ersten Buchs, das das Unternehmen online verkauft hat. Quelle: ap
Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einem Exemplar des ersten Buchs, das das Unternehmen online verkauft hat. Quelle: ap

Düsseldorf/San FranciscoIm Jahr 2001, nachdem die Internetblase geplatzt war, hatten viele Analysten den Internetbuchhändler Amazon bereits abgeschrieben. "Amazon geht bald das Geld aus", prophezeite ausgerechnet Ravi Suria, ein Analyst der US-Investmentbank Lehman Brothers. Doch Amazon hat nicht nur Lehman überlebt.

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Zehn Jahre später ist Amazon der stille Star unter den großen Netzkonzernen. Im ersten Halbjahr erzielte Amazon einen Umsatz von fast 20 Milliarden Dollar und stellte damit selbst Googles 17,6 Milliarden Dollar in den Schatten, erlöste etwa dreimal so viel wie Facebook und fast viermal so viel wie Ebay.

Das Besondere an der Erfolgsgeschichte: Anders als etwa Apple-Gründer Steve Jobs macht Amazon-Chef Jeff Bezos wenig Wirbel um den wichtigsten Onlinehändler der Welt. Leise stößt er in viele neue Felder vor. Was mit Büchern im Jahre 1995 begann, ist heute ein Händler mit einem Komplettangebot von Seifen bis Computern, von Lebensmitteln bis zum Videoverleih.

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Auch in Deutschland boomt das Geschäft des Internethändlers; er hält den einst machtvollen Konkurrenten Ebay auf Abstand. Amazons Marktplatz ist inzwischen für unabhängige Händler so attraktiv, dass sie massenhaft über diese Plattform verkaufen. Neuerdings kann man bei Amazon auch Steaks im Abo ordern, die monatlich frisch geliefert werden. Gerade erst hat der deutsche Drogerieriese DM auf einen eigenen Web-Shop verzichtet - und vertreibt seine Eigenmarken über Amazon.

Jeff Bezos aber will mehr. Er schickt sich jetzt an, die Giganten Apple und Microsoft anzugreifen. Den entscheidenden Vorstoß bereitet Bezos in diesen Tagen vor. Von der Öffentlichkeit unbemerkt, hat er sich eine schlagkräftige Truppe von Entwicklern eingekauft, die an einem Projekt arbeitet, das Apple das Fürchten lehren könnte: Ein Tablet-Computer von Amazon, ein Klon von Apples Bestseller iPad, angetrieben vom freien Google-Betriebssystem Android und eng verknüpft mit dem Internetladen von Amazon, soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Der Tablet-PC wird voraussichtlich nur 200 bis 300 Dollar kosten - das Einstiegsmodell des iPad2 kostet rund 500 Dollar. "Amazon wird der Topkonkurrent für Apple", sagt Sarah Rotman Epps, Analystin beim Marktforscher Forrester. Gleichwohl sieht sie den Angreifer zuerst als Verteidiger. "Apple hat sich selbst seinen größten Feind geschaffen."

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