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Anastassia Lauterbach: Telekom versetzt ranghöchste Managerin

Der Netzchef der Telekom hat sich für die Versetzung der 37-Jährigen entschieden. Die ehemalige McKinsey-Beraterin wird in Zukunft die Telekom-Beteiligungsgesellschaft T-Ventures leiten. Ihr Nachfolger im Innovationsbereich wird Technikprofi Thomas Kiessling.

Anastassia Lauterbach: Bei der Telekom ist sie nicht unumstritten. Quelle: Deutsche Telekom
Anastassia Lauterbach: Bei der Telekom ist sie nicht unumstritten. Quelle: Deutsche Telekom

DÜSSELDORF. Die erste Frau, die die Deutsche Telekom nach der Einführung ihrer Frauenquote beförderte, verlässt diesen Posten bereits wieder. Anastassia Lauterbach leitet seit März den Bereich Produkte und Innovationen und war damit die ranghöchste Frau im Bonner Konzern. Den prestigeträchtigen Job hat die 37-Jährige zwar nur kommissarisch übernommen. Geplant war aber, dass sie ihn auch langfristig behalte.

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Die endgültige Entscheidung sollte ihr Vorgesetzter, der Technik- und Innovationsvorstand Edward Kozel, treffen. Der aber war noch gar nicht im Amt, als die Telekom sich für Lauterbach entschied. Er trat erst Anfang Mai an - und hat sich inzwischen gegen die ehemalige McKinsey-Beraterin entschieden.

Die Technik ist das Kerngeschäft eines Telekomanbieters. Die Netze müssen für die steigende Datenflut durch Dienste wie Youtube oder IP-Fernsehen umgebaut werden. Wie reibungslos das funktioniert und wie schnell neue Dienste dort integriert werden, ist entscheidend für den Geschäftserfolg.

Lauterbach ist intern wegen ihres dominanten Auftretens nicht unumstritten. Künftig wird sie die Telekom-Beteiligungsgesellschaft T-Ventures leiten und ist für strategische Partnerschaften und die Integration von Übernahmeobjekten verantwortlich. In Konzernkreisen wird das von manchen als Degradierung empfunden. Dieser Darstellung widerspricht die Telekom jedoch. Der neu geschaffene Posten habe eine große strategische Bedeutung für den Konzern, den Vorstandschef René Obermann zum bevorzugten Partner der Internetwirtschaft entwickeln will. Dafür seien Kooperationen mit Entwicklern und Investitionen in neue Geschäftsideen - wie sie Lauterbach nun verantwortet - entscheidend.

Kozel habe bei der Wahl seines Innovationschefs lieber jemanden bestimmt, der einen stärker technisch geprägten Hintergrund besitzt. Die gebürtige Russin berichtet auch in ihrer neuen Funktion direkt an Kozel. Neuer Innovationschef wird ab November der gelernte Ingenieur Thomas Kiessling, derzeit Technikchef beim weltweit größten Online-Spiele-Anbieter Bwin, der Sportwetten und Poker-Produkte anbietet. Mit der Telekombranche ist er aber bestens vertraut - er hat in den neunziger Jahren als Berater der Branche und sogar schon einmal für ein Joint Venture von Deutscher Telekom, France Télécom und der amerikanischen Sprint gearbeitet. "Seine Erfolge besonders bei Bwin zeigen, dass er weiß, wie man Innovationen in marktstarke Produkte umwandelt", sagt Technikvorstand Edward Kozel, der seine Führungsmannschaft nun komplettiert hat. In der Branche genießt Kiessling einen ausgezeichneten Ruf.

Personalchefin des Technikbereiches wird Rita Lietzke, die seit dem Jahr 1995 bei der Telekom arbeitet und nun in das Führungsteam der 70 Topmanager des Konzerns aufsteigt.

  • 26.08.2010, 03:04 UhrAnonymer Benutzer: Bhal

    "Lauterbach ist intern wegen ihres dominanten Auftretens nicht unumstritten."

    Einer schreibt hier Und "dominant" bedeutet vermutlich nichts anderes als aggressiv und sozial inkompetent.

    Wahrscheinlich hat die Frau halt kein Verstaendnis fuer Dummheit und/oder Faulheit, sonst waere sie nicht so weit gekommen. Das hat nichts mit Quote zu tun. Aber schon beneidenswert was eine immigrantin in DE vollbracht hat. in die Spitze eines ehemaligen Staatsdkonzern aufzusteigen!

  • 11.08.2010, 09:42 UhrAnonymer Benutzer: DSX

    Frauen in Führungspositionen können sicherlich eine bereicherung sein, wenn sie sich mit fachlicher und persönlicher Kompetenz dahin gearbeitet haben. Quotenfrauen werden einer Firma eher schaden als nutzen, auch wenn die Telekom nicht müde wird zu betonen, dass es zwar die Frauenquote gibt, aber dennoch die bestenauswahl zählt. Dabei fällt dem Unternehmen der Widerspruch nicht auf oder er wird bewusst in Kauf genommen.
    interessanter finde ich aber die Wortwahl im Artikel. Man schreibt: "Lauterbach ist intern wegen ihres dominanten Auftretens nicht unumstritten."? "Nicht unumstritten" statt "umstritten". Und "dominant" bedeutet vermutlich nichts anderes als aggressiv und sozial inkompetent. Darf man das bei einer Frau nicht so deutlich sagen wie bei einem Mann? Ach richtig, ich vergaß. bei einem Mann wäre es ehrlich, bei einer Frau wäre es frauenfeindlich.

  • 10.08.2010, 11:53 UhrAnonymer Benutzer: Schneider

    Vielen Dank meine Herren für ihre sachliche Einschätzung. Eigenartig, dass Frau Lauterbach wegen ihrer dominanten Art umstritten ist. Wäre das ein Herr Lauterbach auch?

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