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Andreas Mohn: Bertelsmann-Erbe macht Kasse

Über zehn Jahre lang hatte Andreas Mohn, jüngster Sohn von Liz und Reinhard Mohn, mit hochspekulativen Börsengeschäften Geld verdient. Die Wirtschaftskrise machte aber auch ihm zuletzt schwer zu schaffen. Nun hat er Anteile an der Reinhard-Mohn-Verwaltunggesellschaft verkauft

Bertelsmann-Verwaltung in Gütersloh: Der Bertelsmann-Erbe Andreas Mohn verkauft Anteile an der Reinhard-Mohn-Verwaltungsgesellschaft und macht damit Kasse. Quelle: dpa
Bertelsmann-Verwaltung in Gütersloh: Der Bertelsmann-Erbe Andreas Mohn verkauft Anteile an der Reinhard-Mohn-Verwaltungsgesellschaft und macht damit Kasse. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Über zehn Jahre lang hatte Andreas Mohn, jüngster Sohn von Liz und Reinhard Mohn, mit hochspekulativen Börsengeschäften Geld verdient. Die Wirtschaftskrise machte aber auch ihm zuletzt schwer zu schaffen. Nun hat der 42-Jährige Anteile an der Reinhard-Mohn-Verwaltunggesellschaft, rund 0,5 Prozent der Bertelsmann AG, an die Johannes Mohn GmbH verkauft, an der die Bertelsmann Stiftung die Mehrheit der Kapitalanteile hält.

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Nach dem Verkauf hält Andreas Mohn noch 5,47 Prozent an Europas größtem Medienkonzern. Damit soll er nach Angaben des Branchendienstes Media Tribune rund zehn Millionen Euro erlöst haben. Eine Bestätigung in Gütersloh gab es dafür nicht. Andreas Mohn war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Mit dem Verkauf tritt keine Änderung der Machtverhältnisse bei Bertelsmann ein. Die Familie Mohn unter Führung von Liz Mohn kontrolliert den Medienriesen. Das Verhältnis zwischen Andreas Mohn und seiner Mutter gilt seit Jahren als zerrüttet. Der an Multiple Sklerose leidende Unternehmersohn lebt wie auch seine Geschwister Brigitte und Christoph Mohn in Gütersloh. Er hat sich als Künstler und Sachbuchautor einen Namen gemacht.

Christoph Mohn, Mitglied des Aufsichtsrats der Bertelsmann AG und Kuratoriumsmitglied der Stiftung, hat unterdessen seine drei Töchter beteiligt. Sie erhalten die Hälfte seiner Anteile. Das entspricht einer Beteiligung von drei Prozent. Ein Sprecher bestätigte die Neuverteilung in der Reinhard Mohn Verwaltungsgesellschaft. Der 45-Jährige, der einst das inzwischen pleitegegangene Internetunternehmen Lycos Europe leitete, gilt als möglicher Nachfolger an der Spitze der Familie beim anstehenden Machtwechsel 2016.

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