Köpfe

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Antonio Simina: Der heimliche Boss

Antonio Simina ist eine Institution bei Hugo Boss. Ohne den obersten Betriebsrat läuft nichts – auch nicht für den neuen Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs, der ab Montag richtig durchstartet.

METZINGEN. Die Sonne scheint. Dunkle Steinplatten reflektieren die Wärme. Nur sommerlich schick gekleidete, jung aussehende Frauen und Männer flanieren in der Mittagspause über das Firmengelände. Mediterraner Flair bei Hugo Boss im schwäbischen Metzingen.

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„Wer bei Boss arbeitet, bleibt jung“, sagt Antonio Simina, ein Mann, der aussieht, wie sich sein Name anhört. Seine 53 Jahre sieht man dem in Kalabrien an der italienischen Stiefelspitze geborenen Betriebsratschef nicht an. Flotte Jeans, braune Stiefel, weißes Hemd, modisches Jackett – Kleider machen Leute und in diesem Fall auch jünger. Die krausen, leicht angegrauten Haare kurz gehalten, Oberlippenbart, ein kleiner Barttupfer auf dem Kinn, die ersten beiden Knöpfe offen, am Arm eine echte Rolex. Fehlt eigentlich nur noch das Goldkettchen, und der Süditaliener würde alle Vorurteile bedienen.

Antonio Simina wäre ein blendender Schauspieler. Und wenn er für offizielle Anlässe seinen schwarzen Anzug anlegt, könnte er locker als Strippenzieher in jedem Mafia-Film mitspielen. Der Mann, der sich selbst als „Schlitzohr“ bezeichnet, ist im wirklichen Leben der heimliche Boss von Boss. Kein Typ cooler Pate. Dafür ist er zu quirlig. Er gewinnt die Menschen mit seiner offenen Art und seinem spitzbübischen Lächeln. „Gut schwätzen konnte ich schon immer“, sagt er von sich.

Seit Monatsbeginn ist Claus-Dietrich Lahrs Vorstandschef bei Boss. Noch zieht der Dior-Manager privat von Paris nach Stuttgart um. Am kommenden Montag startet er faktisch seine Arbeit in Metzingen. Heute in einer Woche wird er den heimlichen Boss von Boss treffen, vielleicht sogar in Siminas Büro im „Kreml“.

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