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Beschaffungschef Seiz: Nächster Abgang im Puma-Vorstand

Bei Puma folgt ein Paukenschlag dem anderen: Nachdem bekannt wurde, dass Vorstandschef Koch das Unternehmen verlässt, geht jetzt auch Beschaffungschef Reiner Seiz. Damit bleibt von der alten Spitzengarde nur einer übrig.

Auf dem Sprung: Nach Puma-Chef Franz Koch geht auch Beschaffungschef Reiner Seiz. Quelle: dpa
Auf dem Sprung: Nach Puma-Chef Franz Koch geht auch Beschaffungschef Reiner Seiz. Quelle: dpa

HerzogenaurachEin weiterer Top-Manager verlässt den Vorstand des Sportartikelherstellers Puma: Beschaffungschef Reiner Seiz scheidet Ende Januar nach 23 Jahren im Unternehmen aus. Seiz habe seinen Vertrag nicht verlängert, teilte Puma am Donnerstag in Herzogenaurach mit.

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Damit bleibt von den fünf bisherigen geschäftsführenden Direktoren, wie der Vorstand der Puma SE offiziell heißt, nur Vertriebschef Stefano Caroti übrig. Erst am Vortag war bekanntgeworden, dass der Vorstandsvorsitzende Franz Koch den MDax-Konzern Ende März „in beiderseitigem Einvernehmen“ verlässt - mitten in einer Umbruchphase und nach nur eineinhalb Jahren auf dem Chefsessel.

Neben dem 33 Jahre alten Strategiespezialisten gehen in den nächsten Wochen weitere Spitzenkräfte von Bord. Schon im Juli hatte Puma angekündigt, dass der auch für das operative Geschäft zuständige Finanzchef Klaus Bauer seinen bis Ende des Jahres laufenden Vertrag nicht verlängern wird. Bauer ist seit 1989 bei Puma und sitzt seit 2009 im Vorstand. Auch Marketingchef Antonio Bertone wird den Konzern nach 18 Jahren in zwei Wochen verlassen.

Beschluss des Verwaltungsrats Puma-Vorstandschef geht

Der bisherige Chef Franz Koch gibt Ende März 2013 sein Amt auf.

Analysten vermuten, dass der Mehrheitsaktionär PPR Puma noch enger an die Kandare nehmen möchte. Der französische Luxusgüterkonzern hält rund 82 Prozent der Anteile an Puma. Seit Anfang Dezember ist zudem der für die Sport & Lifestyle-Sparte bei PPR zuständige Jean-François Palus zugleich Verwaltungsratschef bei Puma.

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Wer den scheidenden Vorstandschef Koch ablösen wird, ist derzeit noch unbekannt. Branchenexperten vermuten, dass der Mehrheitsaktionär eine hauseigene Lösung aus dem großen PPR-Reich (Gucci, Saint Laurent Paris) präsentieren wird.

Bereits offiziell ist, dass der bisherige Geschäftsbereichsleiter Finanzen, Michael Lämmermann, Finanzvorstand wird. Verantwortlicher für das operative Geschäft soll nach Informationen des „Manager Magazins“ Adidas-Chefeinkäufer Andy Koehler werden. Puma hat diese Personalie bislang nicht bestätigt.

 

  • 13.12.2012, 12:04 UhrKaetzchen

    Es muss noch einen anderen Weg ... als ... billigst einkaufen, viel Werbung & TamTam und teuer verkaufen geben.

    PUMA hat auch gelitten, weil "billigst in Asien" gemacht und teuer verkauft. Deweiteren, weil es sich selbst konsequent auf eine "junge Mädchenmarke" zurechtstutzte. Hier ist die Konkurrenz groß und bei jungen Kunden wechseln Markenbeliebtheit schnell von HIP auf "Non Marke". PUMA verlor hier viel Glanz und hatte den Mangel die "Altkunden" verbrämt zu haben; die haben sich zwischenzeitlich anderen Marken zugewendet. PUMA hat es schlicht verschlafen.

    Nun kommt die Quittung. PUMA kann sich aber glücklich schätzen einem breiter aufgestellten Markenkonzern zu gehören; PUMA kann sich langsam wieder herausarbeiten. Vielleicht muss PUMA aber in der Markenwahrnehmung und Preisverkaufsbildung für Jahre von seinem hohen Roß absteigen. Es ist wahrscheinlich. Auch sollte PUMA sich wieder Mühe mit "normalen Männerkollekionen" (auch in größeren Konfektionsmaßen) geben. Nicht jeder ist ein "XS"-Typ und unter 20 Jahre alt.

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