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Betrugsskandal: Ex-Chef von Flowtex erneut vor Gericht

Der verurteilte Betrüger Manfred Schmider muss erneut im Rahmen des Flowtex-Skandals verantworten. Wertvolle Gemälde soll er mit seiner Frau vor dem Zugriff des Flowtex-Insolvenzverwalters bewahrt haben.

Der frühere Flowtex-Chef Manfred Schmider steht wieder einmal vor Gericht. Quelle: ap
Der frühere Flowtex-Chef Manfred Schmider steht wieder einmal vor Gericht. Quelle: ap

MannheimDreizehn Jahre nach Bekanntwerden des milliardenschweren Flowtex-Betrugsskandals muss sich der damalige Haupttäter Manfred Schmider ab Montag (14. Januar) erneut vor Gericht verantworten. Das Landgericht Mannheim hat ein Verfahren wegen des Verdachts des schweren Bankrotts und der Geldwäsche eröffnet.

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Schmider und seine damalige Frau sollen laut Staatsanwaltschaft im Jahr 2005 und 2006 vier wertvolle Gemälde von Marc Chagall und einen Geländewagen am Insolvenzverwalter vorbei in die Schweiz gebracht haben. Der Schaden belaufe sich auf rund 2,1 Millionen Euro.

Der im Jahr 2000 aufgeflogene Flowtex-Betrug mit fingierten Bohrsystemen gilt als einer der größten Fälle von Wirtschaftskriminalität in der Bundesrepublik. Schmider und seine Komplizen hatten über Jahre hinweg mit Bohrsystemen gehandelt, die zum großen Teil gar nicht existierten. Schmider wurde wegen Betrugs zu elf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Inzwischen befindet er sich wieder auf freiem Fuß.

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2009 war Schmiders Ex-Frau vom Landgericht Karlsruhe wegen des Vorwurfs der Geldwäsche zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt worden, weil sie ein Chagall-Bild als Sicherheit für ein Darlehen gegeben hatte.

Dem früheren Flowtex-Chef drohen nun aufgrund des neuen Verfahrens bis zu fünf Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe. Der Prozess beginnt Montag um 9.30 Uhr vor der großen Wirtschaftsstrafkammer.

 

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