
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, Werner Wenning, soll ab Oktober den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen. Dann ist die gesetzlich verordnete Karenzzeit von zwei Jahren vor dem Wechsel eines Vorstands in den Aufsichtsrat desselben Unternehmens abgelaufen.
Der langjährige Aufsichtsratschef Manfred Schneider plant nach Informationen des Handelsblatts seinen Nachfolger schon auf der Hauptversammlung des Unternehmens Ende April wählen zu lassen. Erst im im Herbst räumt Schneider dann seinen Posten für Wenning. Dieses bislang einmalige Verfahren ist zuvor von Gutachtern geprüft worden und wird mit dem Aktiengesetz für vereinbar gehalten.
Wenning wäre dann der erste Chef eines Dax-Konzerns, der nach der Zwangspause als Aufsichtsrat zurückkehrt. Die so genannte „Cooling-off-Periode“ war 2009 von der Regierung eingeführt worden, um die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte zu stärken.