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Führungsduo: Opel baut auf Adam und Steve

Ein deutsch-amerikanisches Führungsduo will den Absturz von Opel stoppen. Konkrete Absatzprognosen vermeidet das Duo. Das wichtigste Ziel sei es, wieder in die Gewinnzone zu fahren. Dabei müssen sie einen Spagat machen.

von Dietmar H. Lamparter Quelle: Zeit Online
Steve Girsky und Thomas Sedran. Quelle: AFP
Steve Girsky und Thomas Sedran. Quelle: AFP

Zwei Männer sind es, die derzeit die Zukunft von Opel bestimmen: der Finanzexperte Stephen (Steve) Girsky, in Personalunion Vizechef von General Motors (GM) in Detroit und Aufsichtsratsvorsitzender der Tochter Opel, auf der einen und Thomas Sedran, Ex-Unternehmensberater und Vizevorstandsvorsitzender der Adam Opel AG in Rüsselsheim, auf der anderen Seite.

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Chefposten-Karussell Wer schon alles bei Opel verheizt wurde

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Zwei deutsche Opel-Werke repräsentieren den Spagat, den diese beiden Manager in diesen Tagen bewältigen müssen. Bochum steht für den schmerzhaften Teil, den Abschied von einstiger Größe und den Abbau überflüssiger Kapazitäten.

In der Ruhrstadt verkündeten die Opel-Chefs kurz vor Weihnachten, dass dort die Fertigung kompletter Autos im Jahr 2016 auslaufen soll. Bodyguards mussten Sedran anschließend den Weg aus der Betriebsversammlung bahnen.

Soll die Opel-Palette auffrischen: Das Modell Adam. Quelle: AFP
Soll die Opel-Palette auffrischen: Das Modell Adam. Quelle: AFP

Eisenach dagegen symbolisiert den Aufbruch, dort konnten Girsky und Sedran Ende vergangener Woche den Produktionsstart des neuen Kleinwagens Adam zelebrieren. Die Belegschaft und die regionale Prominenz applaudierten.

Adam steht für die Hoffnung, den zuletzt rasanten Absturz des Opel-Marktanteils in Europa und insbesondere in Deutschland aufzuhalten. Rund 1,6 Millionen Autos könnten die europäischen Opel-Werke nach Expertenkalkulation ausspucken, im vergangenen Jahr wurde aber gerade noch mühsam die magische 1-Millionen-Grenze beim Verkauf der Fahrzeuge mit dem Blitz und dem Label der britischen Schwestermarke Vauxhall geschafft.

Opel Adam Ein Kleinstwagen als Zukunftshoffnung

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Girsky und Sedran haben Medienvertreter aus den wichtigsten Absatzländern auf die Wartburg über Eisenach geladen, um ihre Revival-Pläne kundzutun. „Opel is not for sale“, Opel ist unverkäuflich, dementiert GM-Manager Girsky mehrfach ein Gerücht aus Frankreich, dem zufolge Kooperationspartner Peugeot Opel kaufen wolle.

Steve Girsky tritt im braun melierten Fleece-Pulli mit Opel-Emblem auf, das hat er sich eigens im heimischen New York darauf sticken lassen. Eigentlich sind Männer wie Steve Girsky den Autoleuten in Europa suspekt. Kommt der 49-jährige Amerikaner doch aus der Finanzwelt, war Analyst und Fondsmanager, hat aber auch die US-Automobilarbeitergewerkschaft im GM-Verwaltungsrat vertreten. Er war allerdings auch Wortführer der Fraktion im Vorstand von General Motors, die seinerzeit den geplanten Verkauf von Opel an den austrokanadischen Zulieferkonzern Magna samt russischem Partner in letzter Minute vereitelte.

  • 27.01.2013, 11:55 Uhrsieg-fried

    Das Image von Opel ist seit langem dermaßen schlecht, daß da ohnehin nichts mehr zu holen ist. Und Autos verkaufen sich nun mal überwiegend aus Imagegründen. Wer käme sonst auf die ausgesprochen dumme Idee, in etwas Neuem zu investieren, das ihm in den ersten Jahren Tausende von € Wertverluste beschert? Bei Opel halt noch mehr als anderswo.

    GM hat die Abwärtsspirale erkannnt und seine "besten" Manager entsandt. Mich würde mal der interne Buchwert von Opel bei GM interessieren.

    Zum Adam: Mehrverbrauch von 0,5 L pro 100 km und Mehrgewicht von rd. 75 kg im Wettbewerbsvergleich. Noch Fragen?

  • 26.01.2013, 21:05 UhrBellaFigura

    Sedran ist ein Flachbieger und Abzocker, dem ist Opel sowas von egal

  • 26.01.2013, 18:11 UhrWisser

    Wenn man keine Ahnung hat sollte man keine Kommentare schreiben der Mokka wird in Korea gebaut die Entwicklung und Motoren sind in Rüsselsheim entwickelt.
    Anscheinend schein es an der Tagesordnung zu sein permanent irgend einen Müll loszulassen.

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