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Georg Funke: Ex-HRE-Chef handelt mit Traumhäusern auf Mallorca

Unter der Leitung von Georg Funke hat die Hypo Real Estate den Finanzplatz Deutschland in eine schwere Krise gestürzt. Nun genießt der Ex-Manager die Sonne auf Mallorca und handelt dort mit schicken Villen.

Georg Funke, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Hypo Real Estate Group. Quelle: ap
Georg Funke, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Hypo Real Estate Group. Quelle: ap

MünchenGeorg Funke versucht sein Glück noch einmal mit Immobilien. Unter seiner Regie brach die Immobilienbank Hypo Real Estate vor vier Jahren fast zusammen und musste mit Steuergeldern in Milliardenhöhe gerettet werden. Heute lebt der Ex-Manager statt in München auf Mallorca und handelt als Makler mit Villen und anderen Wohnträumen auf der spanischen Ferieninsel. Fröhlich lächelt er auf der Homepage der „A1 Villas Mallorca“ seine Kunden an und rühmt sich für seine Positionen im Top-Management des weltweiten Immobilienmanagements. Über seine Arbeit bei der HRE verliert er kein Wort.

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Seine Nachfolger arbeiten seit seinem Abtritt auf dem Höhepunkt der Krise im Herbst 2008 daran, zu retten, was zu retten ist. Für 2011 konnte Vorstandschefin Manuela Better am Donnerstag in München erstmals einen Jahresgewinn präsentieren und dem Bund Hoffnung auf Rückzahlung der Milliardenschulden machen. „Wir sind gut aufgestellt“, sagte die zierliche Frau, auf deren Schultern eines der wichtigsten Sanierungsprojekte Deutschlands ruht.

Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ist wieder profitabel

Mit der Gründung einer Bad Bank hat sich der angeschlagene Immobilienfinanzierer seiner größten Probleme entledigt. Nun schreibt die HRE-Kernbank wieder Gewinne. Das laufende Jahr aber wird schwierig.

Bis zum Jahr 2015 muss sie die Bank soweit herausgeputzt haben, dass sich ein Käufer findet oder ein Börsengang gelingt. Die Reprivatisierung ist ein Gebot der EU. Ob die deutschen Steuerzahler die gesamten staatlichen Einlagen von derzeit rund 6,5 Milliarden Milliarden Euro aber je wiedersehen werden, ist aber offen.

Ihren alten Namen hat die Bank inzwischen abgelegt und tritt nun als pbb Deutsche Pfandbriefbank am Markt bei den Kunden auf. Der Name HRE war nach der Fast-Pleite und monatelangen Diskussionen um die Schuld an dem Desaster verbrannt und taucht nur noch in der Dachgesellschaft auf. Auch von ihren Altlasten hat sich die Bank längst getrennt. Mit den Risikopapieren schlägt sich nun die Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement herum, die nur ein paar Häuser entfernt vom HRE-Konzern am Rande Münchens sitzt.

  • 01.03.2012, 16:11 Uhr

    Warum sitzt der Bursche eigentlich nicht im Knast?
    Aber wahrscheinlich will ich das garnicht wissen, Wulff bekommt ja schließlich auch seine Ehrensold-Belohnung.
    Es ist alles nur noch erbärmlich und verlogen. Und das Schlimmste ist, wir als Bürger werden in der Meinungsbildung über all die Entwicklungen überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Niedrige Wahlbeteiligungen werden von den Politikern bejammert, aber nicht hinterfragt.
    Irgendwann wird es wohl tatsächlich mal richtig knallen. Aber dann ist es wieder keiner der Damen und Herren Politker und Banker gewesen und es gilt das Vorangestellte: sie sind fein raus und keiner zieht sie zur Verantwortung.

  • 01.03.2012, 16:26 Uhr

    Wenigstens einer der arbeitet anstatt zu wulffen !

  • 01.03.2012, 16:31 Uhr

    Ist doch immer das gleiche...

    Die großen Sch.... lässt man gewähren und sich ein schönes Leben gönnen. Die unschuldigen Bankmitarbeiter, Versicherungsberater und so weiter dürfen's ausbaden, sich öffentlich beleidigen lassen, u.s.w.

    Echt zum Kotzen, das ganze. Und die Politik und die Presse hauen weiter drauf auf die Kleinen, weil sie zu feige sind, sich um die wahren Verursacher der Krise (siehe Parallelartikel über die MEG und der 250.000 in der Versicheurngsbranche pauschal verumglimpfende Film Versicherungsvertreter) zu kümmern.

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