
FRANKFURT. Der 48-Jährige soll als Vice-Chairman Investment-Banking seine Beziehungen spielen lassen, das Geschäft in Deutschland und Österreich ankurbeln und seine guten Kontakte zur Politik nutzen. Dabei wird Jung eng mit dem Mitglied der deutschen Geschäftsführung, Ralf Herfurth, zusammenarbeiten.
Jung war schon bei Mega-Deals in Deutschland wie der feindlichen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone mit dabei und beriet die Deutsche Post beim Börsengang. Dabei scheute der hagere Topbanker nicht vor klaren Worten zurück. Zwischen 2000 und 2007 arbeitete er für die Schweizer Großbank UBS, zeitweise als Sprecher der deutschen Tochter. Zudem nahm er führende Positionen bei Credit Suisse First Boston und der Privatbank Rothschild ein.
Misslungen ist Jung der Plan, mit Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und zwei anderen Partnern in Zeiten der Finanzkrise einen deutschen Private-Equity-Fonds aufzubauen. Vergangenes Jahr gab er angesichts des schwierigen Marktumfelds auf. Zuletzt konzentrierte sich Jung als Mitbegründer auf die Stiftung des Walther-Rathenau-Instituts für internationale Politik.