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Heiner Thorborg: Warum ein Frauenförderer die Quote ablehnt

Personalberater Heiner Thorborg plädiert seit Jahren für gemischte Teams in den Führungsetagen der Wirtschaft und konnte viele Frauen in Vorstände vermitteln. Trotzdem lehnt er die aktuell diskutierte Frauenquote der Bundesregierung ab - und startet sogar eine Gegenkampagne.

Personalberater Throborg ist gegen eine Frauenquote in Vorständen. Quelle: Pressebild
Personalberater Throborg ist gegen eine Frauenquote in Vorständen. Quelle: Pressebild

DÜSSELDORF. Er hat sich des Themas schon angenommen, als es noch keine Schlagzeilen lieferte: Frauen im Topmanagement. Kurz nachdem er sich 1989 selbstständig gemacht hatte, rekrutierte der Personalberater Heiner Thorborg die ersten Frauen für die Deutsche Bahn, unter anderem Margret Suckale, die Jahre später in den Vorstand aufrückte. 2006 gründete er schließlich die Generation CEO, ein exklusives Netzwerk aus inzwischen 81 Frauen mit besten Aufstiegsaussichten. Seine Überzeugung: Gemischte Teams sind erfolgreicher. Eine Quote lehnt er jedoch als zu starre Regel ab.

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Die jetzt von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ausgesprochene Drohung, eine gesetzliche Quote zu verabschieden, hat ihn, den engagierten Frauenförderer, alarmiert. In einem offenen Brief appellierte er via Anzeige im Handelsblatt an die Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden im deutschsprachigen Raum: "Heute wende ich mich an Sie mit dem dringenden Aufruf, in Sachen "Frauen im Topmanagement" schnell tätig zu werden, um eine gesetzliche Quote vielleicht doch noch zu verhindern."

Der 66-Jährige, der ein Einzelkämpfer der alten Schule ist wie die beiden Konkurrenten Hermann Sendele und Dieter Rickert aus Grünwald bei München, hat sich damit erneut geschickt positioniert. "Die Reaktionen sind ausschließlich positiv", berichtet Thorborg.

Die Konkurrenz schläft nicht. Auch die großen Personalberatungen haben das Thema erkannt. So veranstaltet Odgers & Berndtson nächste Woche in Berlin das zweite Forum "Deutschlands Chefinnen", u.a. mit Simone Bagel-Trah (Henkel) und Margarete Haase (Deutz).

  • 04.02.2011, 00:42 UhrAnonymer Benutzer: Poltiker

    Quote bedeutet: Verachtung von Wissen und Können!! Nur beziehungen sind wichtig, sowie "Leichen" im Keller haben.

  • 02.02.2011, 19:31 UhrAnonymer Benutzer: Margrit Steer

    Der Mann hat meine volle Zustimmung Sympathie.
    Deutschland wird immer idiotischer mit diesem SWeiberverein in berlin
    Die v. d. Leyen soll gehen, da kehrt dann wieder ein wenig Ruhe ein.
    Die krankhafte fanatische Frau ist wirklich nicht zu ertragen

  • 02.02.2011, 14:22 UhrAnonymer Benutzer: JV

    ich habe bis jetzt nicht verstanden mit welcher legitimation es eine frauenquote geben soll.welche anderen gruppen müßten dann ebenfalls quotiert werden? m.e. geht es um eine bevorzugung in den exzellent dotierten großen dax unternehmen.
    im übrigen ist die diskriminierung jeglicher art im arbeits- und betriebsverfassungsrecht verboten und wird bestraft. unternehmen suchen auch wegen politischen und öffentlichen drucks händeringend nach frauen in führungspositionen. glauben wir durch quoten wird das management leistungsfähiger?
    was will die politik eigentlich noch alles regeln und überwachen?

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