
HB MÜNCHEN. Infineon-Chef Peter Bauer soll den bayerischen Halbleiterkonzern Konzernkreisen zufolge fünf weitere Jahre führen. Der Aufsichtsrat wolle in den kommenden Tagen grünes Licht für die Vertragsverlängerung des Managers geben, wie aus de Umfeld des Unternehmens zu hören ist. Infineon wollte sich zu den Angaben nicht äußern.
Bauers aktueller Vertrag läuft im Herbst 2011 aus. Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet in ihrer Freitagausgabe von der anstehenden Vertragsverlängerung.
Der 50-Jährige rückte 2008 an die Spitze des seinerzeit schwer gebeutelten Chipherstellers. Nach einer Reihe harter Einschnitte und der Pleite der Speicherchiptochter Qimonda gelang dem Infineon-Urgestein die Trendwende: Für das vergangene Geschäftsjahr zahlt das Unternehmen erstmals seit zehn Jahren wieder eine Dividende.
Bauer hat die einstige Siemens-Tochter stark verkleinert. Er verkaufte das Geschäft mit Datennetzchips an einen US-Finanzinvestor, die Mobilfunksparte gibt Infineon demnächst an den US-Branchenriesen Intel ab. Unter Bauers Führung konzentriert sich der Konzern nun nurmehr auf die Autobranche, die Industrie und Sicherheitschips und will sich so von den starken Schwankungen des globalen Halbleitersektors abkoppeln.
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen