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Jeffrey Skilling: Richter erlässt Enron-Chef nach Deal zehn Jahre Haft

Nur noch 14 statt 24 Jahre: Der wegen Betrugs und Insiderhandel verurteilte Ex-Chef des zusammengebrochenen US-Konzerns Enron kommt früher aus dem Gefängnis frei. Und die Strafe könnte noch weiter verkürzt werden.

Mit Fuß- und Handfesseln: Jeffrey Skilling (Mitte) wird nach den Gerichtsentscheidung von Justizbeamten wieder ins Gefängnis geleitet. Quelle: ap
Mit Fuß- und Handfesseln: Jeffrey Skilling (Mitte) wird nach den Gerichtsentscheidung von Justizbeamten wieder ins Gefängnis geleitet. Quelle: ap

HoustonZwölf Jahre nach dem Konkurs des US-Energiekonzerns Enron im Zuge von Bilanzbetrug ist die Haftstrafe für den früheren Vorstandschef Jeffrey Skilling um zehn Jahre verkürzt worden. Nach jahrelangen Anfechtungsklagen verringerte ein Bezirksrichter in Houston am Freitag (Ortszeit) die Strafe von 24 auf 14 Jahre. Bei guter Führung, so merkten US-Medien an, könnte der 59-Jährige sogar noch eher wieder ein freier Mann sein.

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Vorausgegangen war ein Deal zwischen Skilling und der Staatsanwaltschaft, der unter den Rechtsstreit einen Schlussstrich ziehen soll. Dieses hatte Skilling einen Hafterlass im Gegenzug dafür angeboten, dass er das 2006 gefällte Urteil nicht weiter anfechtet. Durch das lange Berufungsverfahren war auch eine Wiedergutmachung für die Opfer der Enron-Pleite geblockt. Nun können an Opfer der Pleite, die Tausende Mitarbeiter den Job kostete, die 42 Millionen Dollar aus Skillings Privatvermögen fließen, das nach seiner Verurteilung wegen Betrugs im Jahr 2006 eingefroren wurde.

Wirtschaftskriminalität Der Weg zum Betrüger

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Enron war mit dem Handel von Energie, Breitbandkapazitäten und Finanzprodukten zu einem der größten US-Konzerne aufgestiegen. Der Schein trog aber: Das Management hatte mit Bilanzbetrügereien Verluste kaschiert. 2001 brach das Unternehmen zusammen. Anleger verloren Milliarden.

Skilling war in 19 Punkten für schuldig befunden worden, an den Bilanzmanipulationen beteiligt gewesen zu sein, die zu einer der größten Firmenpleiten in den USA führte. Unter anderem wurde er wegen Insiderhandels und Wertpapierbetrugs verurteilt. Skilling beteuerte bis zuletzt stets seine Unschuld und dass er von den krummen Geschäften nichts gewusst habe. Finanzchef Andrew Fastow, der sechs Jahre ins Gefängnis musste, belastete ihn aber. So wurde Skilling 2006 zusammen mit Firmengründer und Verwaltungsratschef Kenneth Lay verurteilt. 2009 kam ein Bundesberufungsgericht zu dem Schluss, dass die Strafe gegen den heute 59-Jährigen zu hoch ausgefallen sei.

  • 22.06.2013, 13:40 Uhrth235

    Ergänzend muss noch zu den Ausführungen von Justicia hinzugefügt werden, dass noch der StGB §§ 258 a, 13 Abs. 1 einschlägig sein müsste. Demnach handelt es sich um Strafvereitelung im Amt durch Unterlassen.

  • 22.06.2013, 13:31 Uhrth235

    Justicia
    Da sieht man einmal, wie Staatsanwälte und Richter in den USA gegen die Vorstände und Boards vorgehen, welche die Aktionäre schädigen. In Deutschland, wie gestern vor dem LG München im Fall HRE, sieht das wieder ganz anders aus. Die Justiz in Deutschland ist von der Politik abhängig, aber laut Grundgesetz sollte sie doch unabhängig sein gem. Art. 97 Abs. 1 GG ???? Da Frage sich nun einer, ist die Richterklasse nicht selbst kriminell im Sinne von §§ 284 a, 13 Abs. 1 StGB. Das die Vorstände der HRE wertlose Papiere aufgekauft haben und die Bundesbank, Bafin etc. dem Treiben rat - und tatenlos zusah muss dies hier angesprochen werden.

  • 22.06.2013, 06:36 UhrSilvercoin82

    fragt sich bei dem Bild nur, was an den 10 abgesessenen Jahren die schlimmste Strafe war! :D

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