
FRANKFURT. Das bestätigten gestern Lufthansa und die Pilotenvereinigung Cockpit. Von Dohnanyi wird seit längerem als Kandidat für diese Aufgabe gehandelt. Er hatte bereits im Jahr 2003 in einem Tarifstreit zwischen der größten deutschen Fluggesellschaft und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vermittelt, und er gilt als wirtschaftsnah. Seine Karriere startete er 1953 beim Autokonzern Ford. "Herr von Dohnanyi kennt Lufthansa sehr gut, das ist eine gute Entscheidung", hieß es gestern.
Dennoch erwartet den Sozialdemokraten eine echte Herausforderung. Über Monate hinweg haben Management und Flugzeugführer schon ohne Ergebnis verhandelt. Die Piloten waren mit einer Forderung nach mehr Geld und einer größeren Mitsprache in der Unternehmenspolitik in die Verhandlungen gegangen. Die Lufthansa wollte hingegen einen Beitrag auch der Piloten zum aktuellen Sparprogramm und verbat sich eine Einmischung. Ein eintägiger Pilotenstreik im Februar hatte laut Unternehmen rund 50 Mio. Euro gekostet.