
NEW YORK. Darauf deuten Äußerungen von Berkshires Vizepräsident Charlie Munger (86) hin, der dem 44-jährigen Li freundschaftlich verbunden ist. Dass Li künftig einen Teil des 100-Mrd.-Dollar-Portfolios von Berkshire verantworten wird, „steht meines Erachtens fest“, sagte Munger. Damit wird erstmals ein Name für die Nachfolge Buffetts genannt, der in einem Monat 80 Jahre alt wird.
Lis Eltern kamen während Maos Kulturrevolution ins Arbeitslager. 1989 schloss sich Li den Demonstranten am Platz des Himmlischen Friedens an und floh schließlich in die USA. An der Columbia University hörte er 1993 Warren Buffett reden. Der charismatische Milliardär habe ihm geholfen, seine Skepsis gegenüber den Aktienmärkten zu überwinden, sagte Li später. Er investierte eigenes Geld in Aktien, gründete seinen eigenen Hedge-Fonds Himalaya Partners und vermittelte den Einstieg von Berkshire beim chinesischen Batteriehersteller BYD. Seit 2008 hat sich der Wert von Berkshires Anteil an BYD versechsfacht. Das sind Geschäfte, die Warren Buffett liebt.