
San FranciscoSteve Jobs ist tot. Der 56-jährige Vater von vier Kindern starb am 5. Oktober 2011 nach schwerem Krebsleiden. Er sei friedvoll im Kreise seiner Familie verstorben, teilte Apple in Cupertino mit. Er wird in Erinnerung bleiben als Genie, Rebell und Idol.
Er hat uns Produkte gebracht, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie brauchen, bis er sie uns gezeigt hat. Er hat die Art und Weise verändert, wie wir hören, wie wir sehen und kommunizieren. Sein Gespür und sein Instinkt für das, was die Menschen wollen.
56 Jahre alt ist Steve Jobs geworden, dann starb der Apple-Gründer im Kreise seiner Familie. Ein Überblick über wichtige Stationen im Leben und in der beruflichen Laufbahn des Computer-Visionärs.
Stephen Paul Jobs kommt am 24. Februar zur Welt.
Jobs schreibt sich im Reed College in Portland im US-Staat Oregon ein, bricht das Studium aber nach einem Semester ab.
Jobs arbeitet für den Videospiele-Hersteller Atari und besucht zusammen mit seinem wenige Jahre älteren Schulfreund Steve Wozniak Treffen des Homebrew Computer Clubs.
Der 1. April ist die Geburtsstunde des Unternehmens Apple Computer, nachdem Wozniak und Jobs in einer Garage im Silicon Valley einen Prototypenbauten. Der Apple I kommt im Sommer für einen Preis von 666,66 Dollar auf den Markt.
Apple wird als Aktiengesellschaft eingetragen und stellt den Apple II vor, den ersten Heimcomputer, der Farbgrafiken generieren kann. Er bringt dem jungen Unternehmenden Durchbruch und einen Jahresumsatz von einer Million Dollar.
Jobs' Freundin Chrisann Brennan bringt die gemeinsame Tochter Lisa zur Welt.
Jobs besucht das Unternehmen Xerox und zeigt sich beeindruckt von einem Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche.
Apple geht an die Börse.
Der Jahresumsatz steigt auf eine Milliarde Dollar.
Der Computer Lisa kommt auf den Markt, die Produktion wird aber nach nur zwei Jahren wieder eingestellt. Jobs wirbt für den Posten des Apple-CEOs John Sculley von Pepsico ab.
Der Macintosh Computer kommt auf den Markt.
Es kommt zu einem Zerwürfnis zwischen Jobs und Sculley, das zu Jobs' Rücktritt führt. Auch Wozniak verlässt das Unternehmen.
Jobs gründet das Computerunternehmen Next und kauft das Trickfilmstudio Pixar für zehn Millionen Dollar.
Der erste NeXT-Computer geht für eine Preis von 6.500 Dollar in den Verkauf.
Apple und IBM gehen eine Kooperation zur Entwicklung neuer Microprozessoren und Software ein. Apple stellt das PowerBook vor.
Apple stellt den Newton vor, einen tragbaren Computer. Das Unternehmen rutscht in die roten Zahlen, und CEO Sculley wird vom bisherigen Apple-Präsidenten Michael Spindler abgelöst.
Apple stellt den Power Macintosh vor.
Die ersten Mac-Klone gehen in den Handel. Microsoft gibt Windows 95 heraus. Apple steht unter starkem Druck der Konkurrenz. Pixar bringt „Toy Story“ in die Kinos, den erste vollständig computeranimierten Film. Pixar geht an die Börse.
Apple kauft Jobs' Unternehmen Next für 430 Millionen Dollar.
Steve Jobs kehrt zu Apple als Berater und bald als De-Facto-Chef zurück. Die Mac-Klones werden eingestellt.
Apple kehrt in die Gewinnzone zurück und stellt den iMac vor.
Jobs wird CEO von Apple.
Verkaufsstart des ersten iPods.
iTunes wird mit 200.000 Songs für jeweils 99 Cent zum Herunterladen wird freigeschaltet. In der ersten Woche werden eine Million Songs verkauft. - 2004: Jobs unterzieht sich wegen seiner Krebserkrankung einer Bauchspeicheldrüsen-Operation.
Die iPod-Produktlinie wird um einen iPod-Nano erweitert und einen iPod, der Videos abspielen kann.
Verkauf von Pixar an Disney für 7,4 Milliarden Dollar. Jobs wird Disneys größter Einzelaktionär.
Das iPhone kommt auf den Markt. Menschenmassen warten in der Nacht vor dem Verkaufsstart vor den Geschäften, um eines der ersten Telefone zu erwerben.
Jobs zerstreut nach Medienberichten über seinen Tod Zweifel an seiner Gesundheit „Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben“, sagt er in Anspielung auf ein Zitat von Mark Twain.
Jobs erklärt seinen deutlich sichtbaren Gewichtsverlust mit einem behandelbaren hormonellen Ungleichgewicht und bekräftigt, Apple weiterhin zu führen. Im selben Jahr unterzieht er sich einer Lebertransplantation.
Das iPad wird zu einem Renner: 15 Millionen Exemplare gehen in nur neun Monaten über den Ladentisch. Mit dem iPad wird die neue Kategorie der Tablet-Computer begründet.
Jobs kündigt einen befristeten Ausstieg aus dem Tagesgeschäft aus gesundheitlichen Gründen an, hält aber an seinem Amt als CEO fest und stellt fest, dass er an strategischen Entscheidungen weiterhin beteiligt ist.
Apple veröffentlicht eine Erklärung, nach der Jobs als CEO zurücktritt und in den Aufsichtsrat des Unternehmens wechselt.
Apple verkündet den Tod von Steve Jobs.
Der Studienabbrecher, der im Alter von 21 Jahren zusammen mit Steve Wozniak in der elterlichen Garage in Los Altos am 1. April 1976 Apple gegründet hat, hat sich nie darum geschert, was Vertriebspartner oder Händler gerne haben wollten, was sich die Chefs der Telefonkonzerne wünschten. Er kreierte die Produkte, von denen er überzeugt war. Nichts anderes. Zusammen mit einem anderen Studienabbrecher, Bill Gates, veränderte Jobs die Welt.
So wie Thomas Edison, ein anderer großer amerikanischer Erfinder, war Jobs ein begnadeter Geschäftsmann. Er überzeugte eine in Schockstarre verfallene Musikindustrie praktisch im Alleingang, zusammen mit ihm eine Alternative zur Musikpiraterie im Internet zu beginnen.
„Er ist immer wieder bei den großen Musikkonzernen vorstellig geworden“, erinnert sich Kunitake Ando, früherer CEO von Sony, „über Monate und Monate. Er hat geduldig auf alle eingeredet. So lange, bis der letzte zugestimmt hat“. Das war Sony. Der iTunes-Store war geboren, Grundstein für den kometenhaften Aufstieg Apples ab 2001, nach langem Niedergang.
Jobs selbst machte einen harten Lernprozess durch. Er schuf 1977 mit Wozniak den Apple II, der das Computern auch für den einfachen Mann erschwinglich machte. Als Apple 1980 an die Börse ging, war er mit 25 Jahren Millionär, der Macintosh wurde ein großer Erfolg, aber dann verlor der oft als starrsinnig und unnachgiebig bezeichnete Jobs sein eigenes Unternehmen, wurde nach einem internen Machtkampf von Bord gefeuert. Den PC-Markt hatte Apple längst an IBM verloren.
Jo, bei allem Respekt wird offensichtlich der kritische Verstand ausgeschaltet. Besonders offensichtlich von Leuten, die selber wohl kaum Arbeitsbedingungen wie bei Foxconn ertragen wollten oder könnten. Außerdem find ich den dahinterliegenden Technikwahn wirklich interessant. Was in iGottes-Namen ist denn jetzt so substanziell anders mit unseren Macs und iPhones (ich weiß worüber ich rede, ich nutze beides!).
Wer weiterdenken will: http://bit.ly/nk4gks
Sorry, mit Steve Wozniak meine ich den hauptsächlichen Entwickler des "Apple I".
So ist es. Das "iPad" gab es schon lange vorher von anderen Herstellern. Da hat er eigentlich nur abgeschaut und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort damit. Denn wer das WeTab kennt oder seinen Namensvetter Steve Wozniak, der weiß die Leistungen von Jobs besser einzuschätzen.
Absurd, dann noch von einem Weltverbesserer oder einem Genie zu sprechen. Wenn man die Presse verfolgt könnte man echt meinen, dass nicht Jobs gestorben ist, sondern einer wie Gandhi, der die Welt wirklich ein gutes Stück besser gemacht hat.
R.I.P. Jobs.
15 Kommentare
Alle Kommentare lesen