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Pensionen: Das bekommen Top-Manager in anderen Ländern

Nicht nur die deutschen Firmenlenker lassen sich ihren Ruhestand fürstlich bezahlen. Privatjet, hohe Prämien oder teure Wohnungen stehen international im Rentenplan. So gut haben es Topmanager in anderen Ländern.

Der ehemalige GE-Chef Jack Welch ließ sich seinen Ruhestand mit Jet, Wohnung, Chauffeur und zwei Büros versüßen. Quelle: AP
Der ehemalige GE-Chef Jack Welch ließ sich seinen Ruhestand mit Jet, Wohnung, Chauffeur und zwei Büros versüßen. Quelle: AP

USA: Die Wall Street muss aufpassen. Spätestens seit US-Präsident Barack Obama die Bezahlung und Pensionsansprüche der sogenannten „fat cats“ an der Spitze der Megakonzerne offen kritisierte, gewinnt das Thema im Mutterland des Kapitalismus an Brisanz. Der bisher größte Aufreger ist allerdings schon zehn Jahre her. Als General-Electric-Chef Jack Welch 2001 in den Ruhestand verabschiedet wurde, staunte Amerika: Neben einer Pension von neun Millionen Dollar pro Jahr bekam Welch ein Flugzeug, ein Auto mit Chauffeur, eine Wohnung in New York, zwei Büros mit Sektretärin sowie die komplette IT- und Sicherheitsausstattung für seine vier Häuser gestellt. Dabei schaffen die meisten Pensionspakete gar nicht den Weg in die Öffentlichkeit: Auch Welchs Ruhestandsvergoldung wurde erst publik, als er sich scheiden ließ und der Richter Einblick in die privaten Finanzen haben wollte.

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Großbritannien: Vorstandspensionen sind auf der Insel mit dem Fall Fred Goodwin in den Blickpunkt gerückt. Mit seiner waghalsigen Expansionspolitik hatte Goodwin die Royal Bank of Scotland an den Rand des Ruins gebracht. Die Rettung kostete die Steuerzahler 45 Milliarden Pfund, und noch immer sitzt der Staat auf Verlusten von knapp 26 Milliarden Pfund. Das hinderte Goodwin nicht daran, nach seiner Entlassung Ende 2008 verbissen um seine Pension von 820 000 Euro pro Jahr zu kämpfen. Seiher reißt die Vergütungsdiskussion nicht ab. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob noch immer zu viele Manager für ihr Scheitern mit großzügigen Abfindungen und Pensionen belohnt werden. Erst vor wenigen Tagen startete der konservative Premierminister David Cameron eine neue Offensive. Demnach sollen Aktionäre bald ein Vetorecht erhalten, mit dem sie überzogene Gehaltspakete für Topmanager tatsächlich verhindern können. Hinter diesen Plänen stehen auch die anderen großen britischen Parteien.

Japan: Die Managervergütungen sind in Japan grundsätzlich nicht so exorbitant wie in westlichen Industrienationen. Auch der Ruhestand von Spitzenkräften wird nicht derart vergoldet, dass die Bevölkerung Anstoß daran nehmen würde. Dennoch stellen sich Japans Vorstände finanziell sehr gut. Erstens dürfen sie auch über das firmeninterne Rentenalter hinaus zu vollen Bezügen weiter arbeiten, während normale Arbeitnehmer meist mit 60 Jahren in „Rente“ gehen müssen, um danach zu schlechteren Bedingungen weiterbeschäftigt zu werden. Zweitens erwartet Manager zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung eine Abschlagszahlung oder Betriebsrente, die wegen der Länge der Firmenzugehörigkeit sowie der Höhe des letzten Gehalts in der Regel hoch ausfällt. Darüber hinaus dürfen sie noch auf ein Extrasalär hoffen, entweder als Berater der Firma oder als Vorstand einer Konzerntochter.

Frankreich: Auch in Frankreich genießen Topmanager fast aller Großkonzerne besondere Pensionsleistungen. Der Unternehmerverband Medef hat einen Verhaltenskodex formuliert, um Zahlungen nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Colette Neuville vom Verband der Kleinaktionäre bestätigt mit Blick auf die Transparenz der Pensionsregelungen eine „deutliche Verbesserung“. Hohe Pensionsabfindungen und Prämien hatten zuvor für Skandale gesorgt. Notorisch war der Fall des früheren Vinci-Chefs Antoine Zacharias, der zuletzt 4,2 Millionen Euro verdient hatte, sich zusätzlich eine Abfindung beim altersbedingten Ausscheiden von mehr als zwölf Millionen Euro sicherte und darüber hinaus eine Pension von 2,1 Millionen Euro. Zacharias war der erste Manager, der von der französischen Justiz verurteilt wurde – weil er dem Konzern mit seinem vergoldeten Ruhestand geschadet habe.

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